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Blitze, Licht und Nebelschleier…..




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Moderatoren: Fabienne, Jordyn

Blitze, Licht und Nebelschleier…..

Beitragvon Aylien » Montag 16. Mai 2011, 20:32

Blitze, Licht und Nebelschleier…..

,, Schatz, das ist jetzt die 12 Nachricht die ich dir hinterlasse. Wo bist du verdammt, melde dich doch mal! Es tut mir Leid wegen gestern! Wirklich….ich weiß doch auch nicht warum ich es dir nicht gesagt habe. Rufe doch bitte zurück, wenn du das hörst." Ich legte auf. ,, Sch*** Anrufbeantworter! Mist!", ich schmiss voller Wut das Telefon auf den Boden. Phillip war seit heute Nacht verschwunden, mit dem Auto. Wir hatten uns gestritten, nachdem er meine SMS gelesen hatte, die ich mit Sam geschrieben hatte. Naja besser gesagt war es eine, in der einfach nur stand, dass Sam mich liebte und nicht mehr weiter wusste wegen Jennifer. Dabei hatte er auch den Kuss erwähnt. Im Großen und Ganzen wollte er mich zurück und mit mir reden und über UNS reden. Ich hatte eigentlich gehofft alles wäre geklärt gewesen, aber da hatte ich mich wohl doch ziemlich getäuscht. warum konnte er nicht einfach glücklich werden und weg gehen. Mir würde viel erspart bleiben.
Ich hatte schlimme Gewissensbisse und ein übles Gefühl. Kennt ihr das wenn man morgens aufwacht und man weiß es passiert etwas schlimmes? Kein Gefühl von Aufregung, oder Wunder. nein dieses Gefühl war anders, schlimmer und dazu kamen auch noch diese ständigen Bilder von Phillip und mir im Kopf. Er musste heute früh um 6 gegangen sein, jetzt war 8 Uhr und noch kein Zeichen. Vielleicht war er bei einer Freundin, Bekannten oder Verwandten. Aber welcher Verwandten, wenn er doch nur noch mich hatte. Ich seufzte. Melody und Luna saßen vor mir, mit dem Kopf auf meinen Beinen. Aimee und Austin schliefen noch tief und fest. ich musste etwas tun. Suchen war zwecklos, aber ablenken. Wieder einmal rief ich meinen Hundesitter an, zügig kam die Kleine rüber und ich verschwand sogleich. Warum hatte er das Cabrio nicht genommen? Ich atmete tief ein, als ich saß und drehte den Motor auf. Im Eiltempo, obwohl ich alle Zeit der Welt hatte fuhr ich nach Pandora. Ich musste mich beruhigen und da kam nur ein Pferd für heute in Frage. Audrey, das liebste Großpferd der Welt.
Hastig und irgendwie zittrig putze ich sie, zum Glück war sie dreckig, so war ich zumindest für eine ganze Weile beschäftigt. ,, Oh Gott wann ruft er nur an? Kannst du mir das mal verraten Audrey." Ich kratzte die Hufen aus und kämmte ihren Schweif. Eigentlich wollte ich heute etwas mit Nephilim unternehmen, aber mit solch einer Laune. das konnte ich nicht einmal einem Shetlandpony zumuten. Audrey war eben das Pferd, was ich am längsten kannte. Nephilim ein kleines, dummes Fohlen, was seien Grenzen testete und ich hatte kein Händchen mehr übrig ihn zu unterziehen und irgendwas beizubringen. Nicht heute, nicht in diesem Zustand. wenn man das noch Zustand nennen konnte. Psychopath würde es wohl eher treffen.
Ich galoppierte den schmalen Pfad entlang, durch das hoch gewachsene Feld. Es fing an zu regnen, was mir jedoch nichts ausmachte, ich wollte so schnell wie möglich heim, aber ich tat es nicht. was wollte ich dort, alles 2 Minuten auf mein Handy starren, in der Hoffnung er würde irgendwann auftauchen. Da konnte ich gleich hier bleiben und im Wald schlafen, es war doch hoffnungslos. Immer wieder bog ich einen weiteren weg ab, der noch eine Viertel Stunde länger ging als gedacht. Der Ausritt kam mir trotzdem zu kurz vor, doch ich war schon 2 Stunden hier irgendwo im nirgendwo und flüchtete vor mir selbst und vor dem Drang mein Handy aus der Jacke zu holen und Phillip die 15 Nachricht auf sein Handy zu quatschen. Ich parierte durch, Audrey schwitzte, wie konnte ich auch den fast ganzen weg nur galoppieren. Meine Güte war ich selbstsüchtig. Ich wollte einfach nur weiter, weiter rennen, die Welt sollte an mir vorbei ziehen, aber diese Rechnung hatte ich wohl ohne Audrey gemacht. Also zwang es mich im Schritt zu gehen, bis zum Schluss. Trocken auf Pandora wieder zurück stellte ich mich unters Dach, denn gerade fing es an heftig zu regnen und dicke, schwarze Gewitterwolken zierten den Himmel. Ich sattelte Audrey ab und putzte sie noch kurz. Husch, husch und sie war fertig. noch schnell die Decke drauf und ab in den warmen, frischen Stall. Sie stürzte sich auf das Futter, schaute noch einmal zu mir hoch und stupste mich an. ,, Ich werde mich später bei dir für alles entschuldigen, nimm es mir nicht über Süße! Ich muss gehen, eiegntlich sollte ich wirklich bleiben, aber ich muss einfach.", ich zögerte und starrte auf ihre dunkelbraune Stirn, rechts und links, die großen Kulleraugen. ,, Ja ich muss, ich muss nochmal anrufen!" Sofort senket sie den Kopf und stürzte sich abermals auf das Futter. Es tutete, einmal, zweimal, dreimal…..sieben mal. ,, Dies ist die Mailbox von……Hallo ich bin nochmal, ich mache mir Sorgen, okay. Phillip ich flehe dich an bitte melde dich doch. Das ganze war doch harmlos." Ich drückte auf den roten Hörer. Was für ein dummer Satz: ,, Das ganze war doch harmlos…..Gott bin ich bescheuert!", äffte ich mich selbst nach. Ich hätte mich selbst schlagen können, aber jetzt stand cih im Regen und wusste nicht wohin, was tun?

Schließlich beschloss ich ins Auto zu steigen, der Sitz war nass, weil ich das Fenster auf gelassen hatte, so ein Mist aber auch. Nach drei Versuchen sprang auch der Motor an und ich fuhr auf die Landstraße. Ein bis zwei Kilometer weg von Pandora war Stau. Ich sah nur Blaulichter und eine lange Schlange von Autos. Leute die hupten und draußen standen, um zu sehen was los war. Ich konnte nichts sehen, nur den Krankenwagen. Der Verkehr stand und ich hatte mein Handy in der Hand und starrte darauf. Doch nichts war. Keine SMS, kein Rückruf. Plötzlich sah ich die Feuerwehr von hinten kommen. Der Unfall war auf der Gegenspur. ,, Das muss ja was schlimmes sein.", sagte ich vor mich her und schielte jetzt doch mal nach vorne. Einige Beamte rannten umher. Erst jetzt, als das Auto vor mir etwas zur Seite gefahren war, erkannte ich einen grünen kleinen Polo. Mein Polo war auch grün. Was für ein Schwachsinn, das war nicht mein Auto, ach was. Vielleicht doch…..Ich brach etwas in Panik aus und stieg aus. Wieder einmal. Nach wenigen Sekunden war ich klitsch nass. Ich lief langsam nach vorne. Der Polo lag auf dem Dach, ich konnte nichts erkennen, denn jetzt wurde es auch noch nebelig und ein Gewitter zog auf. Die hellen Blitze waren schon am Himmel zu sehen. Meine Augen waren geblendet und ich blinzelte stark. andauernd flehte ich, hoffte ich das es bloß nicht das war, was mir durch den Kopf schoss. Es kam noch ein Notarzt, diesmal von der anderen Seite. Vor mir war jemand ausgestiegen. Ich ging auf den Mann zu, der einen schwarzen Regenmantel anhatte und einen Hut. ,, Entschuldigung, was ist denn passiert?" ,, Ganz genau weiß ich das auch nicht, ein junger Mann hat die Kontrolle über den Wagen verloren und hat sich vier mal überschlagen." ,, Wie jung? Tod?", ich wurde panisch. ,, Madam, ich weiß es nicht genau, ich schätze 22, ich weiß nur das er fest steckt, aber ob er Tod ist. Nach dem Aufprall….." Ich lief los, Richtung Unfallstelle. Kurz davor sah ich die Feuerwehrmänner, wie sie um den Wagen standen und hinter ihnen schon eine Trage. Auf dem Boden lag ein Nummernschild.
Ich stockte. Mein Herz blieb für einen Augenblick stehen. Ich versuchte mich zu stützen an einem Wagen neben mir. das war mein Kennzeichen und das dort war mein Wagen…..
,, Oh Gott! Phillip!", schrie ich plötzlich los rannte auf die Männer zu, ein Polizist kam mir entgegen und versuchte mich aufzuhalten. ,, Halt, stop, sie können hier nicht durch." Ich wehrte mich. ,, Das ist mein Freund!", schrie ich und drückte ihn weg, er hielt mich jedoch fest. ,, Beruhigen sie sich, bitte!" Für mich brach eine Welt zusammen, die Welt hört auf sich zu drehen und das einzige was mir durch den Kopf schoss war sein lächeln. Sein wunderbares, bezauberndes Lächeln. Wenn er mich sah, oder ich ihn küsste. Ich hielt nach einer Weile still und starrte auf die Männer am Auto. ,, Okay, Miss….." ,, Aylien.", schluchzte ich und fing an zu weinen. ,,Ihren Freund hat es ziemlich erwischt, zur Zeit ist er bewusstlos und wir schneiden ihn aus dem Auto, aber danach muss er sofort ins Krankenhaus. Seine Verletzungen sind verheerend. Aber wir sind sicher er kommt durch, wenn er so schnell ei möglich ins Krankenhaus kommt." Ich verstummte und starrte auf den Polizisten. Er hielt mich am Arm. ,, Miss?" Ich reagierte erst einige Zeit später. ,, Ja?", ich war verträumt, in Trance. Es war meine Schuld, wenn cih doch einfach nur ehrlich gewesen. Meinet wegen lag er jetzt da, war in dem verdammten Polo eingeklemmt, der noch nicht mal richtig sicher war. Ich weinte. es war schrecklich. ,, Soll ich jemanden für sie anrufen? Soll ich sie nach Hause bringen?" ,, Nein…..ich bleibe hier." Er nahm mich mit sich und setzte mich in den wagen. Ich schaute aus dem Fenster und wartete, wartete, wartete…..
Dann regte sich etwas und ich sah wie sie jemanden aus dem Auto trugen. Ich steig aus und eilte zum Krankenwagen. Er lag da, die Maske im Gesicht und überall Blut. ,, Phillip, oh Gott, Phillip, es tut mir so Leid…..ich liebe dich!", stotterte ich und brach neben ihm zusammen. Ich konnte einfach nicht mehr. Wenn er sterben würde. Mir wurde schwindelig. . Sie luden ihn in den Wagen und fuhren direkt los. ,, Kommen sie mit!", meinte der Polizist und half mir in sein Auto. ,, Ich fahre sie hin!" ,, Danke…", brachte ich gerade noch so heraus und er fuhr direkt los.

Ich wartete bereits seit 7 Stunden in diesem dämlichen Wartezimmer. was zum Teufel machten die da drinnen. Würde hier bitte mal irgendwer kommen um mich aufzuklären. Ich hasste Krankenhäuser. Still vor mich hin vegetierte ich auf dem unbequemen Stuhl. Der Cherif hatte mich eine Decke gegeben, ich war nass. Ab und zu kamen Leute vorbei, Ärzte, angehörige. Weinend, lachend, still, in Eile….immer der Selbe Prozess. Ich hatte Fabi und Jordyn angerufen. Sie wollten ja kommen, aber irgendwas war, ich hatte es vergessen. Im Moment war ich so oder so ein schlechter Gesprächspartner. Eine Tür öffnete sich und ein großer, schlanker Arzt mit hellem Haar km auf mich zu. ,, Aylien Herrmann?" ,, ja das bin ich." ,, Also ihrem Freund geht es soweit gut, er ist stabil. er hatte einen Fremdkörper im Bein, dieser wurde entfernt, dann hat er sich noch ein paar Rippen gebrochen und dazu kommt eine Gehirnerschütterung und eine innere Blutung im Brustbereich. Abgesehen von dem gebrochenem Handgelenk. Er schläft noch, aber sie können zu ihm." ,, Ach doch so wenig.", das ich jetzt überhaupt noch etwas Humor besaß wunderte mich selbst. Ich folgte dem Arzt und er führte ich in ein Zimmer. Weiß, steril und ein Bett auf dem Phillip lag, an tausend von Schläuchen gesteckt. Ich setzte mich auf einen Stuhl, neben ihn. ,, Oh was habe ich getan? es tut mir so Leid Schatz, so Leid….." Ich stützte mich auf sein Bett und Tränen flossen mir über die Wange. Ich strich ihm eine Strähne vom Gesicht. Seine Augen waren blau unterlaufen und um den Hals war eine, meines Erachtens viel zu enge Halskrause. In seinem rechten Arm steckten zwei Nadeln und der Linke war zugegipst. ,, Verdammt, warum?", fluchte ich und lehnte mich zurück. Es dämmerte draußen schon und ich war müde. Meine Augen fielen hin und wieder zu, doch schlafen konnte ich nicht, zu viele Gedanken spielten sich in meinem Kopf ab, zu viele Bilder. Bilder von ihm. Also wartete ich bis irgendwas passierte, ein Arzt kommen würde, oder Phillip endlich die Augen öffnete….
Zuletzt geändert von Aylien am Montag 16. Mai 2011, 21:48, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Blitze, Licht und Nebelschleier…..

Beitragvon Jordyn » Montag 16. Mai 2011, 20:46

freue mich sehr auf den Rest *gespannt sei*
Tu aus das Licht und dann; tu aus das Licht.
Doch hab ich Dein Licht ausgetan,
Nie find ich den Prometheusfunken wieder,
Dein Licht zu zünden.

William Shakespeare - Othello
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Re: Blitze, Licht und Nebelschleier…..

Beitragvon Aylien » Montag 16. Mai 2011, 21:48

So fertig..boa hat das lange gedauert.... :D
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Re: Blitze, Licht und Nebelschleier…..

Beitragvon Fabienne » Montag 16. Mai 2011, 21:56

...Oh mein Gott Aylien es tut mir soooo leid für dich! *ganz fest umarm* du musst jetzt ganz stark sein! Wir sind für dich da!! Sag einfach wenn du etwas brauchst...

Danke Sase ;)
Kindheit ist nicht von Geburt bis soundsoviel,
und von soundsoviel an Sind Kinder gross und räumen Kindisches weg.
Kindheit ist das Reich,
darin niemand Dir stirbt.
Breaking Dawn
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Re: Blitze, Licht und Nebelschleier…..

Beitragvon Sase » Dienstag 17. Mai 2011, 14:43

Fabi du meinst sicherlich Aylien? :D
Das tut auch mir Leid, Aylien. :( Ich denke wir werden alle für dich da sein, denk daran! Du schaffst das, du darfst bloß nicht aufgeben. Versprochen?
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