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Man ist nie alleine....




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Man ist nie alleine....

Beitragvon Aylien » Mittwoch 18. Mai 2011, 17:07

Man ist nie alleine…..
Drei Tage waren vergangen, seid Phillip im Krankenhaus lag. Ihm ging es etwas besser, sein Blut wurde vollgepumpt mit Schlaf und Schmerztrabletten, sodass er von alldem nichts wirklich mitbekam. Eine Schwester kam rein und brachte ihm etwas zu essen. Als sie aus dem Zimmer ging half ich Phillip. ,, Schon wieder Spaghetti mit Soße.", meinte er und ich sah ihn zum ersten mal wieder lächeln. Ich starrte ihn zufrieden an und grinste. ,, Was?" ,, Nichts, du lachst wieder…..ich bin einfach nur froh das es dir wieder gut geht." ,, Ach Schatz, ich hatte einen guten Schutzengel und du bist hier, aber musst du nicht auch irgendwann los? Gib es was neues?", fragte er, während er gierig mit der Gabel in den Teller stach. ,, Bei uns ist jemand eingezogen, sie heißt Gina, total cool drauf und so, aber ich hatte noch nicht die Gelegenheit sie kennen zu lernen." ,, Ach wirklich? Ist sie nett? Weiter Haustiere….?", zögerte er etwas heraus. ,, Ja zwei Hunde, ziemlich putzig, wenn sie erst einmal unsere Horde wildgewordener Babys sieht will sie bestimmt wieder weg." Ich lachte. ,, Ach quatsch, so schlimm sind die fünf nicht, abgesehen davon schläft Stella den ganzen Tag. Was hast du eigentlich die letzten Tage mit ihnen gemacht?" Er nahm noch einen Löffel und noch einen, schob alles in sich hinein. ,, Jordyn war mal da und Fabi und die Nachbarin, also sie kamen nicht zu kurz." Ich musste an Gina denken. Ich wusste relativ noch nichts von ihr, außer von ihrem Freund, aber sie war mir vom ersten Augenblick an sehr sympathisch gewesen und ich hoffte auf eine lustige Zukunft. Als Phillip sich an den Nachtisch machte klingelte mein Handy. ,, Ah ah, keine Handys im Krankenhaus!", er seufzte tief. ,, Ja ja pssstttt……hallo?", fragte ich und an der anderen Leitung meldete sich Sam. ,, Ja hey, was gibt’s?", fragte ich. ,, Hey und wie geht’s Phillip?", fragte er etwas verlegen ich hatte mich so lange nicht mehr gemeldet. ,, Gut aber wie geht es dir?" Er klang etwas verschlafen und müde. ,, Eigentlich ganz gut, Jennifer ist zu ihrem Vater gefahren und holt mich heute Abend ab zu einem Rennen. Wir haben uns wieder vertragen." ,,Ihr hattet Streit?", fragte ich geschockt, denn davon wusste ich gar nichts. Phillip verzog die Miene und hob eine Augenbraue. Er wusste wer dran war und er wollte das ich auflegte. ,, Ja wegen Kleinigkeiten, wo bist du grade?" ,, Im Krankenhaus." ,, Ja sag das doch gleich, dann will ich dich nicht weiter stören." ,, du störst nicht….." ,, Das glaube ich dir nicht, denn ich würde zu gerne Phillips Gesicht gerade sehen. Also wir telefonieren. Ciao." er hatte vollkommen Recht, als würde er unsichtbar in diesem Zimmer sein und uns beobachten. ,, Okay Ciao Sam." Er legte auf und ich steckte das Handy in die Hose. ,, Wow er hat es geschafft aufzulegen.", applaudierte Phillip mit einer Hand. ,, Schön blöd wenn man nicht beide Hände benutzen kann.", sagte ich ironisch und er lächelte. Dann ging ich zu ihm und küsste seine eiskalten Lippen. Er hatte gerade den letzten Löffel Eis gegessen. ,, Also ich muss auch wieder los, Die Tiere warten nicht ewig." ,, Schade." Seien Augen blitzten auf. ,, Ich komme heute Abend wieder du Kleinkind." ,, Stimmt gar nicht, es ist nur tot langweilig hier drinnen." Ich verstand ihn nur zu gut. ,, Soll ich dir was mitbringen?" ,, Mhmm….ein Buch wäre toll und, Rasierer und Melody." ,, Du weißt das das nicht geht." ,, Frag doch bitte mal und bring dann Melody mit und Austin, den Kleinen Plumper." ,, Okay okay ich versuche es, Hunde sind ja erlaubt. Also bis heute Abend!" Ich beugte mich zu ihm rüber und wir küssten uns. Er hielt mich fest und zog mich an ihn. ,, Au!", schrie er plötzlich auf. ,, Das kommt davon…..also ich muss. Ciao Schatz!" ,, Tschüss!", rief er hinterher und sank zurück ins Bett. Dann ging es ab in die Garage und zum Auto, immerhin hatten wir nur noch eins.

Zu Hause angekommen machte ich mich fertig um reiten zu gehen. Es war komisch zur Tür rein zu kommen und andere Schuhe auf dem Boden zu sehen, oder sogar andere Möbelstücke. Immerhin hatte jeder von uns das Recht in die WG etwas einzubringen, somit auch Gina. Ich hörte wie jemand TV schaute. ,, Hallo?", rief ich durchs Haus, etwas unsicher. Ich musste mich wirklich daran gewöhnen das ich nun nicht mehr alleine in diesem Haus war. ich konnte nicht mehr halb nackt nach der Dusche durch das Wohnzimmer rennen um ans Telefon zu gehen, oder mich mitten in der Küche umzuziehen. Diese Zeiten waren dann wohl vorbei, man musste ja auch auf Ritchy acht nehmen, alleine aus Respekt dem männlichen Geschlecht gegenüber. Der Gedanke war irre gestört und ich lachte über mich selbst. Auf der schwarzen Ledercouch saß Ritchy, konzentriert auf den rießen LCD Fernseher. James Bond, so ein Typ war er also. ,, Hallo, ich bin Aylien.", meinte ich um mich auch bei ihm mal freundlich vorzustellen. ,, Hey ich kenne dich schon, die Fotos in dem ganzen Haus sind wohl kaum zu übersehen." Ich grinste. ,, Stimmt, wir können gerne auch welche abhängen." Ich hatte die ganzen Wände an denen keine Pflanzen hangen oder Fenster waren Bilder aufgehängt. Ich fand es waren so schöne Momente das man sie mit jedem einzelnen Bild in diesem Haus festhalten musste. Aimee und Austin als sie geboren wurden, Phillip und mein erstes Date, erster Kuss, Melody und ihr Lieblingsstöckchen, Luna und Hunter das Traumpaar, meine Eltern, Geschwister, Phillip auf seinem ersten Ritt und so weiter. es war eine ganze Plakatwand voll davon. ,, Nein ist kein Problem. Du hast viele Haustiere, nicht wahr?" ,, Ja vor ein paar Monaten waren es nur zwei, dann kamen die zwei Welpen und spontan noch eine Katze, aber ich denke durch eure zwei winzigen Hündchen gleicht sich das wieder aus." ,, Ja das glaube ich auch, ein ganzer Zoo ist das hier." Ritchy war mir schon jetzt ein witziger Mitbewohner, er hatte einen unglaublich tollen Humor und ich war mir sicher Phillip und er würden sich fantastisch ergänzen. ,, Also ich muss auch schon wieder los, habe ja auch noch ein paar Pferde." ,, Noch mehr? Überarbeite dich bloß nicht!", lachte er. ,, Nein, nein das ist alles noch in meinem Stressniveau drin." Ich zog mich im Bad um und schlüpfte in die Stiefel.
Mit Melody, Luna, Aimee und Austin im Gepäck parkte ich auf Pandora und ließ alle raus aus dem Auto. Zum Glück konnte Phillip das nicht sehen, er würde ausrasten, denn die Sitze waren mit Pfoten abdrücken übersaht. Aber ich hatte ja Glück, na ja Glück war ein falscher Ausdruck für das was eigentlich passiert war. Ich folgte also Melody und Luna, die schon hüpfend in Richtung Boxen rannten. Die Pferde schreckten etwas auf, als die beiden in den Stall rannten und laut bellend an Elianas Box hochsprangen. ,, He runter da. AUS!", rief ich streng und beruhigte die Pferde wieder mit sanfter Stimme. ,, Hallo meine Süße, na wie wäre es mit einer Runde Rennen auf dem Platz und vielleicht etwas Freispringen?" Sie wieherte du hob angespannt den Schweif nach oben. Stolz präsentierte sie sich mir und tänzelte etwas herum. ,, Kann ich das als ein Ja annehmen?" Dann nahm ich das Halfter und holte sie aus der Box. Luan hüpfte zur Seite, als Eliana die Ohren anlegte und den Kopf in ihre Richtung streckte. Nochmal Glück gehabt.
Ich putzte sie gründlich und holte schließlich noch eine Longe, denn ich war mir sicher sie würde noch nicht auf meine Stimme hören. Aimee und Austin waren irgendwo in die nächst besten Dreckkule geflüchtet und tauchten erst wieder auf, als wir schon fast am Platz waren. Natürlich dreckig wie ein bedeckter Pudel, aber es waren eben Welpen und dazu auch noch freche. was sollte ich erwarten? Selbst ich war ein freches Kind gewesen. Saß immer mit Sand im Mund im Sandlasten und sprang in allen möglichen Pfützen herum und wenn mir mal langweilig war kippte ich meinem Bruder Sand über den Kopf. Ja ja die gute alte Kindheit.
Ich ließ Eliana sofort los laufen und stellte mich in die Mitte des Platzes, schloss davor noch die schnüre, die rings um den Platz gespannt waren und baute noch zwei Hindernisse auf. Jeweils ein Meter hoch. Einmal eine Triplebarre und ein einfacher Ochser. Das sollte reichen. Luan und Melody warteten lieb draußen, hatten wohl doch Respekt vor der temperamentvollen Eliana. Austin und Aimee hingegen buddelten mitten auf dem Platz nach Steinen, man musste eben alles ausprobieren. jedoch schien es meine Stute nicht allzu stören. ,, Na komm Trab!", sagte ich und schnalzte, hob etwas die Gerte und sie trabte an. Vorerst noch schön um die Hindernisse herum, sie wollte eben erst einmal warm werden. Nach wenigen Minuten galoppierte sie an, sie machte ein paar Luftsprünge, schlug aus und legte selbst einige Slide Stops hin. Na ja wenn es ihr Spaß machte, sollte sie das ruhig tun. Sie hob ihren Kopf und machte lange große Schritte. es sah wunderschön aus, so leicht und ohne großen Aufwand. Dann ging ich näher zu ihr um sie auf das Hindernis zu lenken. Sie sah es, schaute aufmerksam auf die Stangen und sprang ab. ,, Ja super, na komm noch einmal.", lobte ich sie und ließ sie weiter galoppieren zum nächsten Hindernis. Doch sie hielt abrupt an und drehte um. ,, Ah ah ah…so nicht junge Dame! Los umdrehen!", sagte ich und hob die Gerte. Sie kehrte um und galoppierte an, doch vorbei an dem Hindernis und vorbei an mir. ,, He Eliana…..okay noch mal!", rief ich und ließ sie angaloppieren. Sie preschte los und legte sich in die Kurve, es folget der erste Sprung und dann ging es auf den Ochser zu. Warum machten sich es Pferd nur immer so schwer? Sie wurde langsamer. ,, Nein, los spring!", sagte ich laut hielt die Gerte auf der Höhe ihrer Schultern und sie sprang. ,, Ja geht doch!" Dann parierte sie durch und ging im Schritt weiter. Sie kam auf mich zu und schüttelte ihren Kopf. ,, Das ging doch, oder nicht, nochmal? Also los geht’s!", sagte ich, hob die Peitsche und sie ging weg von mir, galoppierte in der nächsten Ecke an und meisterte beide Sprünge hintereinander ohne sonderliche Probleme. Eliana war ziemlich lernfähig und das war was Gutes. Nach weiteren Sprüngen und anderen Bodenarbeiten ließ ich sie frei laufen und das erst was sie tat, war sich auf den Boden zu schmeißen um sich zu wälzen. Drei mal hin und her und dann stand sie auf. Eliana kam zu mir holte sich ein verdientes Leckerli ab und wir gingen vom Platz. Aimee und Austin voraus und Luna hetzend hinterher. Melody war träge und wollte einfach nur noch nach Hause.
Ich spritzte Elianas Beine noch ab und stellte sie schließlich in den Stall. dann gab es auch Futter und ich verabschiedete mich von ihr und den anderen. Nachdem auch alle Hunde eingesammelt waren und sie teilweise hinten, teilweise vorne im Auto lagen startete ich den Motor und fuhr geradewegs nach Hause, wo mich Ritchy und Gina mit einem Abendessen überraschten. Man war also nie mehr alleine wenn ich jetzt heim kam, musste nicht immer kochen, einkaufen und den Haushalt regeln und es war immer jemand da mit dem man reden konnte. Bei dem man sich eine Meinung einholen konnte und so weiter…..Während dem Essen ging ich nochmal alles durch was ich Phillip mitbringen musste, denn ich hatte ja versprochen heute Abend nochmal ihn besuchen zu gehen und das mit Melody und Austin.
Zuletzt geändert von Aylien am Mittwoch 18. Mai 2011, 22:01, insgesamt 2-mal geändert.
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von Anzeige » Mittwoch 18. Mai 2011, 17:07



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Re: Man ist nie alleine....

Beitragvon Fabienne » Mittwoch 18. Mai 2011, 17:40

Interessanter Anfang... Nur du solltes dein kleines Männerproblem mal lösen, bevor es noch ausartet ;)
Kindheit ist nicht von Geburt bis soundsoviel,
und von soundsoviel an Sind Kinder gross und räumen Kindisches weg.
Kindheit ist das Reich,
darin niemand Dir stirbt.
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Re: Man ist nie alleine....

Beitragvon Aylien » Mittwoch 18. Mai 2011, 22:01

So endlich fertig....boa das musste jetzt mal sein und meine Finger tun weh :D
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