Nightwish: Ausbildung….Einreiten: Teil 1
Ich blätterte eigentlich nur so in meinen Haushaltsunterlagen herum. Ich stieß auf die Papiere von meine Pferden und wenn ich ehrlich bin ich hatte sie noch nie wirklich ganz durchgelesen, klar wusste ich das zum Beispiel Eliana von einer großen Aufzucht kam und Mercurio aus einem pensionierten Rennpferdestall, aber die Stammbäume und vieles andere, schien mich anfangs noch nicht wirklich zu interessieren. Es war Montag, ich hatte heute mal Zeit was zu unternehmen, was ich hätte schon lange tun wollen. So blätterte ich so herum und auch die Unterlagen, der Potenziale und das ganze Zeug eben. Ich kam bei Nephilim an und es traf mich wie der Schlag.
,, Natürlich…", mir ging ein Licht auf, um Nephilim reiten zu können musste er erst einmal eingeritten werden. Ich wollte das schon vor ewiger zeit mal machen, aber ich kam irgendwie dann doch nicht dazu. Ich lachte kurz auf. Philipp kochte und ich war erpicht darauf was es wohl heute Mittag geben würde. Es roch auf jeden Fall total lecker, der Duft verteilte sich im gesamten Haus.
,, Was gibt’s denn?", fragte ich legte die Ordner weg und flüchtete in die Küche. ich umarmte ich von hinten und schaute über seine Schulter.
,, Gnocci und Käse. Du kannst schon mal den Tisch decken.", okay es war wirklich komisch hier im Haus kochte Philipp immer. Er hatte einfach das Talent dafür, außerdem war ich eher für die Backkreationen verantwortlich, nicht das ich gerne kochen würde, aber ich hasste es die Küche danach auf zu räumen. Ich hasste eh irgendwas das mit aufräumen zu tun hatte. Also schnappte ich mir Teller und fing an den Tisch zu decken und ich muss sagen ich gab mir sogar Mühe.
Bei der Autofahrt nach Pandora, lag mir das Essen schwer im Magen. das war wohl zu viel des guten. ich hatte Philipp so stehen gelassen mit dem Chaos und der vollen Spülmaschine, aber mit einem Kuss war das getan und jetzt saß ich im Auto und fuhr gerade die Einfahrt hoch. Ich hatte Aimee dabei, Nephilim liebte sie und die Beiden jagten sich immer gegenseitig übe den Platz. es war süß. Ich schnappte mir zwei Äpfel und lief zur Weide. Nephilim stand ganz vorne am Zaun und versuchte mit der Schnauze die letzten Grashalme ab zu zupfen.
,, Hallo Großer. Na schau mal ich hab was besseres.", er schaute hoch und erblickte als aller erstes Aimee. Er schnaufte und holte sich schließlich die Äpfel ab. Ich halfterte ihn auf und führte ihn dann zum Putzplatz. Dort fing ich an ihn zu striegeln, früher hatte das immer nur 10 Minuten gedauert, aber er war so schlagartig gewachsen. Jetzt war Nephilim nicht mehr der Kleine, Neugierige, Winzling. Gut er war immer noch neugierig wie ein Fohlen, aber das sollte ruhig so bleiben. Bei Yurica stand er schon lange nicht mehr, ab jetzt hieß es Stutenverbot, auf jeden Fall wollte ich ihm das dumme Gemache vor Stuten abgewöhnen, aber dazu später. Nun ging es erst einmal an das Kennen lernen mit dem Sattel, das Gebiss kannte er ja schon. Ich hatte einen neuen Englischsattel gekauft, schwarz, von Wintec. Mit der hellblauen Satteldecke sah das wirklich toll aus, nur erst einmal musste er ihn überhaupt sich aufsetzen lassen. ich hob ihn also hoch und ließ Nephilim daran schnuppern. Er spitzte die Ohren und blieb ruhig. Ich ging zu seinem Rücken und legte den Sattel auf. Er schaute aufgeweckt und spielte mit den Ohren hin und her.
,, Okay, gut sieht das aus. Ist doch nicht so schlimm.", meinte ich und legte den Sattelgurt etwas an. Jetzt fing er an zu zicken. Er schüttelte sich kräftig und der Sattel fiel zurück in meinen Arm. Es wäre ja ein Wunder gewesen, hätte alles von Anfang an geklappt. Also musste ich zu den Wundermittel überhaupt greifen. Leckerlis. Er liebte dies mit Apfelgeschmack und als ich den Sattel erneut zu machte, ins erste Loch bestach ich Nephilim mit einem Leckerli. Es klappte zwar, aber ich wusste so ging das nicht. Also holte ich einen Longiergurt, der war nicht so schwer wie ein Sattel und auch praktischer. Diesen war Nephilim schon etwas gewöhnt, ich hatte ihn schon einmal damit geführt, aber sonst ging es. Ich lief zum Roundpen und ließ Nephilim laufen. Er lief anfangs etwas seltsam, kam aber relativ schnell in die Gänge und gewähnte sich daran.
,, Super, findest du nicht auch Aimee.", sagte ich. Sie saß aufmerksam neben mir und folgte Nephilim im Kreis. Nephilim legte ab und zu nochmal die Ohren an und versuchte den Gurt weg zu beißen, aber je mehr Runden und Richtungswechsel er tat, desto mehr gewöhnte er sich a das Gefühl etwas an sich zu haben. Nach einigen Runden Trab gurtete ich nochmal nach. das gefiel ich gar nicht, aber mit einem Leckerli war alles wieder gut und es konnte weiter gehen. Im Galopp klappte es auch relativ gut, er machte ein paar Bocksprünge und kam aber letzte endlich in schöne leichte Gänge. Als er dann zu schnell wurde im Galopp, parierte ich ihn durch und lobte Nephilim kräftig. Ich war sehr zufrieden mit ihm. Jetzt beschloss ich noch etwas Bodenarbeit zu machen, nur so einfach ganz locker. Mal nach rechts, links, zur Seite. Drehung, Wende, Hinterhand wende..das kannte Nephilim ja alles schon. Irgendwann als selbst ich anfing zu schwitzen ging ich zurück. Nephilim hatte holte sich eine Dusche ab und auch Aimee fing an in den Wasserstrahl zu springen. Ich lächelte und gab Nephilim noch etwas zu trinken. Ich nahm ihm den Gurt wieder ab und stellte Nephilim in den Stall. es dämmerte bereits schon. Heute wurde es früh dunkel, wahrscheinlich würde ein Gewitter aufziehen.
,, Also wir sehen uns ja bald wieder, ich freue mich schon jetzt dich das erste Mal zu reiten. Gute Nacht.", ich gab ihm noch Futter und ließ ich dann neben Mercurio zurück, stehen. Ich sammelte Aimee ein und stieg ins Auto, irgendwie war ich müde. Auf der Autobahn fielen mir kurz die Augen zu und als ich endlich daheim war, erwartete mich ein vorgewärmtes Bett von Philipp, er schlief auch schon. irgendwas war in der Luft, ich war so erschöpft das ich zum ersten Mal um 19 Uhr ins Bett ging….
