Tja, heute wollte ich mir den Zweiten meiner beiden Schützlinge anschauen. Neben Sases Stute Peach sollte ich mich noch um den Verkaufshengst Athos kümmern. Er war bereits angeritten und ich sollte schauen, was für Potential er im Springen zeigt und dann gegebenenfalls mit der E-Niveau-Ausbildung beginnen. Ich machte mich also auf zum Verkaufsstall und suchte nach Athos´ Box. Als ich ihn schließlich entdeckte, war ich fasziniert! So ein schönes Pferd! Er war wirklich ein Traumhengst. Ich ging vorsichtig in seine Box und begrüßte ihn. Athos war überhaupt nicht misstrauisch, ganz im Gegenteil. er schaute mich freundlich an und wartete, dass ich etwas mit ihm machte. "Gut!", sagte ich, nahm sein Halfter, zog es ihm über und führte ihn aus seiner Box zum Putzplatz. Die Hufe hatte ich schon in der Box ausgekratzt, damit der Herr nicht so viel Dreck hinterließ. Am Putzplatz band ich ihn fest und holte sein Putzzeug. Er genoss das putzen bereits, was mich verwunderte. Manche Pferde in seinem Alter empfinden es eher als lästig, aber Athos gefiel es. Als der Hübsche dann sauber war, holte ich Trense, Gamaschen und eine Peitsche. in der Halle hatte ich bereits an einer Bande Sprünge aufgebaut, also zum Fresipringen, um zu sehen, welches Potential er bewies. Ich trenste Athos problemlos auf, befestigte die Gamaschen, schnappte meine Handschuhe, die Peitsche und noch eine Longe und ging mit dem Junghengst zur Springhalle. Dort ließ ich ihn erst einmal an der Longe gehen. Ich ging mit ihm an den Hindernissen vorbei, ließ ihn alles genau beobachten und schließlich longierte ich ihn ab. Er musste zum Freispringen schließlich warm sein. Nach mehreren Runden im Schritt, nahm ich die Peitsche tiefer und Athos trabte sofort an. Der war wirklich grundsolide ausgebildet, was ich mir bei Jordyn und Fabi aber auch nicht anders vorstellen konnte! Er trabte ruhig, schnaubte zwischendurch und wurde lockerer. Als er schon relativ warm war, holte ich ihn zu mir und machte ein paar Dehnübungen mit ihm. Ich hob sein Vorderbein und zog es langsam nach hinten, auf der anderen Seite das gleiche und hinten ebenfalls. Dann legte ich Futter auf den Boden(einen Apfel, um genau zu sein) und ließ ihn sich bücken, um ran zu kommen. Er hatte schon eine sehr gute Bemuskelung. Mit etwas Training würde aus ihm ein Prachtbursche werden! Zu guter Letzt ließ ich Athos noch seinen Hals etwas biegen(natürlich mit Leckerlie-Bestechung!!^^). Schließlich war der Hengst warm und locker und ich ließ ihn, vorerst noch an der Longe, galoppieren. Nach zwei Runden wechselte ich die Hand und ließ ihn erneut galoppieren, dann hielt ich ihn an. Ich löste die Longe und er lief jetzt frei. Mit der Peitsche trieb ich ihn über ein paar Trabstangen. Er lief ganz locker und ruhig. Dann im Trab an ein Cavaletti. Athos setzte zum Sprung an und machte einen kleinen hopser hinüber. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen...^^. Nun brachte ich ihn in den Gang, den ich mit den Fängen abgegerenzt hatte. Zunächst ließ ich Athos im Schritt, dann im Trab an den Hindernissen vorbeilaufen und schließlich brachte ich ihn zum Galoppieren. Er suchte sich instinktiv den weg über die Hindernisse, statt außen herum aus, was ihn schon einmal zu einem Springinteressierten macht. Seine Technik war natürlich noch nicht zu beurteilen, denn er hatte keine. Aber er war höchst aufmerksam und sprang nach jedem Sprung noch begeisterter! Ich notierte mir ein paar Kleinigkeiten. Die Abstände zwischen den Hindernissen hatte ich gut gewählt, er hatte keine Probleme und sprang sauber ab. Überhaupt war es beachtlich, was für ein tolles Gefühl er schon für den richtigen Absprungpunkt hatte.
Nach zwei Durchgängen fing ich ihn ab und schnallte die Longe wieder an. Es ging noch ein paar Runden im Trab und im Schritt, bis ich das Training für heute beendete und Athos, geputzt und eingedeckt, auf die Koppel entließ. Dann räumte ich die Hindernisse weg und schrieb Jordyn und Fabi schnell einen Zettel.
"Athos hat großes Potential! Springen unbedingt, wenn geländesicher auch Military! Aber Dressur kann ich mir auch vorstellen, soll Miri dann schauen!"
Zufrieden ging ich nach Hause.
