Auf Pandora öffnete ich zunächst den kofferraum und entließ meine Hunde in die Freiheit. Rocko machte sich sofort auf die Suche nach anderen Hunden, während Rika lieber bei mir blieb und mir beim Schleppen zuschaute...ich stellte mich wahrscheinlich ziemlich blöd an. Da ich so wenig wie möglich laufen wollte, hatte ich mir fast das ganze Zubehör aufgeladen und dann rutschte ich aus! Beinahe hätte es mich umgehauen, doch jemand griff nach meinem Handgelenk und bewahrte mich so vor dem Fall. Vor mir stand ein großer, ich würde schätzen 1,95m, dunkelblonder, durchtrainierter Mann, der mich anlächelte. "Langsam, langsam.", sagte er plötzlich. "Entschuldigung, ich bin hier neu." Als ob das nicht offensichtlich gewesen wäre. "Ah, dann musst du Caro sein, oder? Ich bin Marten!", stellte sich der Unbekannte vor. Naja, jetzt nicht mehr unbekannt..."Freut mich", sagte ich, während ich meinen Kram wieder sortierte. "Hier steckst du, kannst du mir helfen, die Verkaufspferde rauszubringen? Oh, wen haben wir denn da?!" Freudig schaute mich die Frau an. Ich wusste, wer sie war, ich hatte sie schon öfter gesehen. "Hallo Jordyn!", begrüßte ich die Hofbesitzerin freudig. "Hallo Caro. Fret mich, dass Du hier bist!", sagte sie und nahm mir sofort ein paar Sachen ab. "Schatz, geh doch schon einmal vor, ich zeige Caro schnell alles." - "Ay, ay, Captain!", sagte Marten scherzhaft und ging in Richtung VK-Stall. "SO, hier entlang, ich zeige dir die Sattelkammer.", sagte Jordyn und ging vorweg. Ich trottete ihr mit Rika hinterher und lud meine Sachen in meinen Spind, als wir da waren. "Vielen Dank für die Hilfe, aber jetzt möchte ich zu Apocalypto!", sagte ich dankbar. "Ich habe ihn bereits in den Luxusstall gebracht, Box Nr. 11!", sagte Jordyn, wünschte mir noch viel Spaß und ging dann ebenfalls in Richtung VK-Stall. nachdem alles ausgeladen war und meine Hunde es sich auf dem Putzplatz gemütlich gemacht hatten, ging ich also zum Luxusstall.
"8...9...10...11! Da bist du ja!" Stolz betrachtete ich meinen wunderschönen Belgierhengst Apocalypto. Ich hatte ihn gesehen und mich sofort in ihn verliebt. Und ihn auch sofort gekauft...ohne groß nachzudenken...Ich hatte über Nacht mein ganzes Leben über den Haufen geschmissen. Hatte mir ein Haus gekauft, weit weg von Zuhause, zwei Hunde dazu, wobei ich Rocko und Rika bereits ein paar Wochen bei mir hatte und sie sich schon sehr an mich gewöhnt hatten, und dann noch ein PFerd. Zusätzlich gleich noch ein neues Auto und ja...was fehlte noch? Eigentlich reichte es mir für den Anfang. Und das alles nur, weil ich Jordyn durch eine Freundin kennen gelernt hatte...ja, sie konnte einen wirklich gut überreden...
Wo war ich? Ach ja, mein bildschöner Belgier...Ich öffnete die Boxentür und ließ Apocalypto erst einmal an mir schnuppern...danach legte ich ihm sein Lederhalfter um und klinkte die Führkette ein. Er war kein bisschen skeptisch und kam sofort mit mir mit zum Putzplatz. Dort band ich ihn an und ließ ihn meine Hunde kennen lernen. Rocko und Rika waren vorsichtig, doch das ganz unbegründet. Apocalypto ließ sich überhaupt nicht von ihnen stören, im Gegenteil, er döste einfach vor sich hin... Ich schmunzelte leicht und wollte mich gerade umdrehen, um sein Putzzeug zu holen, als ich schon wieder ausrutschte...man war ich ein Schussel...doch wieder wurde ich aufgefangen. "Langsam, langsam.", sagte eine unbekannte Stimme. Ich dreht mich zu meinem "Retter" um und wurde schlagartig rot, glaube ich...vor mir stand ein Mann, groß, aber etwas kleiner als Marten, braune kurze Haare, sportlich und mit einem Lächeln zum Dahinschmelzen... "Entschuldigung...", brachte ich nur hervor und verschwand sofort, ohne mich noch einmal umzudrehen...meine Güte, kaum einen Tag hier und schon zweimal von Männern gerettet...In der Sattelkammer traf ich erneut auf Jordyn, die meine Gesichtsfarbe zu bemerken schien und sofort fragte: "Was ist denn mit dir passiert? Zu viele Tomaten gegessen oder magst du einfach die Frabe rot?" Sie lachte dabei laut, während ich im Boden versinken wollte...und es wurde noch schlimmer...der Typ von gerade eben kam in die Kammer. "Ach, hier bist Du, du hast etwas verloren." Jordyn schaute neugierig zu dem Mann und dann zu mir. Er gab mir etwas in die Hand. Als ich es betrachtete, schlug mein Herz schneller. Es war die Uhr meiner Großmutter und sie war verdammt wertvoll...hätte ich sie verloren...
"Vielen Dank!", sagte ich immer noch etwas schüchtern und ging wieder zu meinem Spind. "Hey Jordyn, wo finde ich meinen Bruder?" - "Sollte die Verkaufspferde auf die Koppeln bringen und wehe wenn nicht...", sagte sie lässig. Als ER verschwunden war, wurde ich natürlich gelöchert... "Was war das denn gerade?" - "Kennst du den Typen?" - "Kennen? Er gehört zur Familie. Das war Martens Bruder Moritz!" Ich zuckte kurz zusammen und wandte mich wieder mit hochrotem Kopf zu meinem Spind. "Er ist solo, falls es dich interessiert!", lachte Jordyn laut los und ließ mich mit meinem Tomatenproblem allein. Ich schnappte mir die Putzkiste und ging zurück zu Apocalypto. Bei meinem Hengst angekommen putzte ich ihn erst einmal grndlich von Kopf bis Huf. Er war nicht sonderlich dreckig und so dauerte das Putzen nicht allzu lange. Nun holte ich seinen Sattel(VS) und sein Zaumzeug. Ich sattelte und trenste ihn und führte ihn, nachdem ich meinen Helm aufgesetzt hatte, zum Springplatz. Ich gurtete nach und saß auf. Dann ritt ich los. Zunächst etwas Schritt, dann leichten Trab und dann auch Galopp. Er hatte wirklich traumhafte Gänge! Nun visierte ich ein Hindernis an. Es war E-Niveau, also recht niedrig. Apocalypto sprang ab und flog über das Hindernis. Allerdings zog er danach ganz schön das Tempo an und lief erst einmal wild umher. Es dauerte eine Weile, bis ich ihn wieder unter Kontrolle hatte. "Durftest wohl länger nicht merh Springen, was mein Schöner?!", sagte ich, während ich seinen Hals klopfte, als er ruhiger geworden war. Ich versuchte es gleich noch einmal. Diesmal eine Kombination. Erster Sprung- hervorragend, vier Galoppsprünge, zweiter Sprung- oberste Stange gerissen. Apocalypto hatte über dem zweiten Sprung einen Buckler gemacht und die Stange weggetreten. Wieder zog er das Tempo an, aber dieses Mal hatte ich ihn früher wieder unter Kontrolle. "Das gehört sich aber nicht, mein Freund." Ich setzte mich durch, um Apocalypto zu zeigen, wer hier Herr im Stall war und nach ein zwei Zickereien wurde es langsam besser. Ich nahm noch ein paar sprünge und ritt ihn schließlich im lockeren Trab und Schritt trocken. Ich hatte mir einen guten Eindruck von ihm verschafft und wusste, was auf mich zukam. Ich saß ab und führte meinen kleinen Teufel zurück zum Putzplatz, wo ich ihn in Ruhe abputzte. "Und wie war der erste Ritt?", fragte Jordyn mich, die gerade mit ihrem Hengst Midnight am Putzplatz ankam. "Interessant!", gab ich zurück. "Oh, hat sich unser kleiner Apocalypto wieder von seiner besten Seite präsentiert?", fragte sie ironisch. "So in der Art.", gab ich zu. "Ja, er ist nicht einfach. Er ist der Untergang eines inkonsequenten Reiters, das kann ich dir sagen...! Aber du wirst dich schon durchsetzen, da bin ich mir sicher." - "Deshalb Apocalypto, ja?", meinte ich neckisch. Jordyn lachte und nickte nur. "Tja, mein GRoßer, mit mir kannst du das gerne versuchen, aber meine Welt wird nicht durch dich untergehen!" - "NEin, du wirst ein Apokalyptischer Reiter!", meinte Jordyn grinsend. Ich lachte los. "JA, ein Apo[b]c[/b]alyptischer Reiter..." Ich widmete mich wieder meinem Hengst udn brachte ihn schließlich zurück in seine Box. Ich verabschiedete mich von Jordyn und sammelte meine Hunde ein. Als Rika und Rocko verstaut waren, fuhr ich nach Hause. Ich machte mich wieder ans Auspacken, auch wenn ich keinen wirklich klaren Gedanken fassen konnte...Ich ließ den ganzen tag noch einmal revue passieren und blieb immer wieder an einer Stelle hängen...Er hatte wirklich ein wunderschönes Lächeln...Meinen Kopf schüttelnd, um den Gedanken wieder loszuwerden, packte ich weiter aus. Auf so etwas konnte ich mich wirklich nicht konzentrieren...oder? "Nein, Caro, reiß dich zusammen!", ermahnte ich mich selbst und kümmerte mich um die Geschirrkartons. Es war spät abends, als der letzte Karton ausgepackt war. Hundemüde aß ich noch einen Bissen und gab meinen Hunden ihr Fressen. dann ging es unter die Dusche. Nachdem ich also bettfertig war und meine sich meine Hunde in ihre Körbe gekuschelt hatten, schlief ich sellenruhig, mit einem Lächeln ein...Moritz...das wird noch interessant hier...
Hoffe, es hat euch gefallen! Hatte soo große Lust zu schreiben
Jordyn, ich hoffe ich habe Marten gut getroffen, aber eigentlich ist mein Gedächtnis ziemlich gut...die Beschreibung stimmte doch, oder?!
Ganz liebe Grüße, das Carolein
