Mein Weg führte mich direkt zur der Stutenkoppel. Die meisten Stuten standen schon draussen und so betrat ich die Wiede und begrüsste meine Lieblinge. Victoria und Crystal bekamen beide ihre Karotte ehe ich mich dann nach Aurea umsah. Meine Stute stand neben Jordyns Stute und Mutter Alexis. Langsam lief ich auf die beiden zu und rief leise Aureas Namen. Der Kopf der jungen Stute ging in die Höhe und sie sah mich neugierig an. Ich blieb stehen und sah sie an. Ihre Farbe begeisterte mich auch heute noch. So ne schöne Farbe hatte ich noch nie gesehen. Aurea rieb ihren Kopf kurz am Hals von ihrer Mutter und lief dann langsam auf mich zu. Als sie bei mir war lobte ich sie, indem ich sie zwischen den Augen streichelte.“Braves Mädchen!“ sagte ich zu ihr und streifte ihr das Halfter über. Sie hielt vorbildlich stehen und dafür gab es noch eine Karotte. Anschliessend führte ich sie von der Weide weg zum Putzplatz wo ich sie sorgfältig anband und schliesslich anfing sie zu putzen. Aureas Ohren waren aufmerksam gespitzt und sie blickte mich neugierig an. Liebevoll strich ich der dreijährigen Stute über den Rücken. Als ihr Fell geputzt war ging ich zu ihrem Kopf und streifte ihr das Halfter ab und kümmerte mich um ihren Kopf. Als ich damit fertig, streifte ich ihr das Halfter wieder über und blieb neben ihrem Kopf stehen. Vertrauensvoll legte sie ihren Kopf auf meine Schulter und schnaubte ruhig. Gedankenversunken strich ich ihr über die Nüstern.“Bist ein liebes Mädchen Aurea!“ flüsterte ich leise und kämmte dann vorsichtig ihren Schopf. Sie schnaubte und schloss die Augen. Als ich auch die Mähen gekämmt hatte, verlas ich ihren Schweif und bürstete den noch durch. Anschliessend suchte ich den Hufkratzer und kratze Aurea vorsichtig die Hufe aus. Sie tänzelte immer noch und daher gab ich ihr viele Pausen, damit sie ihren Huf abstellen konnte. Als ich fertig war klopfte ich ihr lobend den Hals und versorgte den Putzkasten. In ihrem Spind schnappte ich mir ihre Bandagen und legte sie der jungen Stute dann an. „So mein Mädchen, wollen wir mal auf den Platz gehen okay? Heute steht ein bisschen Bodenarbeit auf dem Programm.“ Sie sah mich neugierig an. „Parelli werden wir beide nächstes Mal machen, heute geht es einfach ein bisschen um Vertrauen!“ Sie schnaubte und nickte mit dem Kopf. Sie stimmte mir wohl zu. Also band ich sie los und lief mit ihr zum Westernreitplatz.
Jordyn übte dort gerade mit Black Raven. Ich winkte ihr zu und lief dann zu dem Teil des Platzes rüber der als Abreitplatz auf Turnieren gedacht war. Auf dem Platz klinkte ich den Strick aus Aureas Halfter und bereitete einen kleinen Parcours vor. Auf das Join Up verzichtete ich heute mal. Als ich den Parcours aufgestellt hatte lief ich in die Mitte des Platzes und rief Aurea zu mir. Neugierig wie sie eben mal war lief sie gleich auf mich zu und ich klinkte den Führstrick wieder ein. Ich lief mit der jungen Stute einige Male den Platz ab ohne die kleinen Hindernisse zu beachten. Wir liefen Schlangenlinien, Volten und ich liess sie auch einige Male vorwärts und rückwärts gehen. Sie schnaubte und schien ruhig und gelassen zu sein. „So mein Mädchen, dann wollen wir mal!“ flüsterte ich ihr zu und lief mit ihr auf die Stangen zu. Das war natürlich ganz leicht für sie und sie lief ohne Probleme über die Stangen. „Ja Aurea das war einfach was?“ Sie schnaubte und ich lief mit ihr auf das Stangen L zu. Das war eine von Jordyns Lieblingsübungen beim Trail. Ich gebs zu ich ritt die Aufgabe nicht gerne, aber führen war super!“ Ich lief mit Aurea also durch das Stangen L und sie war etwas verwirrt. Doch nach einigen guten zureden verstand sie diese Aufgabe ohne Probleme und ich gab ihr Lobend ein Stückchen Karotte. Nun lief ich mit ihr auf eine kleine Brücke zu. Der Sinn dieser Aufgabe war es, das sie über die Brücke lief und ruhig stehen blieb wenn sie sich nach unten senken würde. Aurea legte die Ohren ein bisschen an als wir auf die Brücke zuliefen. Beruhigend strich ich ihr über den Hals und liess sie die Wippe beschnuppern. Sie entspannte sich immer mehr und so war ich bereit für den nächsten Schritt. Ich lief langsam über die Wippe und führte sie neben mir her. Ihren Ohren waren aufmerksam gespitzt, aber man sah, dass sie etwas verwundert war. Als ich an dem Punkt ankam wo sich die Wippe mit einem quietschen senkte, legte sie die Ohren an und machte einen Schritt zur Seite. „Braves Mädchen!“ lobte ich sie, denn sie war ja nicht weggelaufen. Ich lief von der Wippe runter und klopfte ihren Hals. Wir wiederholten die Übung ein paar Mal und am Ende lief sie ganz gelassen neben der Wippe her. Ich beschloss, dass es genug für heute mit dieser Übung war. Nächstes Mal wollte ich mit ihr weiterarbeite, dass sie über die Wippe lief. Langsam liefen wir nun auf eine Plache zu die im Wind knisterte. Aurea kannte das schon, denn als sie noch ein Fohlen war, hatten wir diese Übung schon einige Male gemacht. Sie zögerte nur kurz als ihre Hufe die Plache betraten und es knisterte, ging aber ganz mutig weiter.“ Super Aurea! Du bist einfach ein schlaues Mädchen!“ lobte ich sie ausgiebig und beschloss dann es für heute zu lassen. Ich liess sie also eine Weile laufe, währendem ich alles wieder aufräumte. Jordyn war auch mit Ravens Training fertig und so liefen wir gemeinsam zu Putzplatz zurück. „Sie macht sich echt gut Jordyn! Ich bin sehr stolz auf sie!“ Sagte ich zur meiner Freundin und erzählte ihr von den Fortschritten unserer Stute. Jordyn war ebenfalls sehr zufrieden und erzählte mir einiges über Ravens Training. Wir putzen unsere Stuten und brachten sie dann zurück auf die Weide. Anschliessend mistete ich noch die Boxen aus ehe ich zum Mittagessen ins Haus zurückkehrte.
geht bald weiter mti Dorados Training
