Vorsichtig stand ich auf. Ich hatte heute mal wieder einen Termin bei der Frauenärztin und anschliessend wollte ich noch zum Ausbildungsstall Wittingen fahren um nach meinem Hengst Chardonnay zu sehen. Kaum sass ich auf der Bettkante sprang Sam an mir hoch. „Hey mein junge bleib schön unten okay mein Grosser? Ich muss etwas aufpassen!“sagte ich lachend zu meinem Hund und knuddelte seinen Kopf. Er setzte sich brav auf sein Hinterteil und blickte zu mir hoch. „Bist doch ein braver Kerl „sagte ich lächelnd zu ihm und erhob mich etwas schwerfällig. „Es dauert echt nicht mehr lange und man kann mich in der Gegend rumrollen!“ brummelte ich vor mich hin als ich mit Sam im Schlepptau ins Badezimmer lief. Es war sehr still im Herrenhaus, was mich sehr erstaunte. Dean war übervorsichtig und hatte Jordyn und Marten eingetrichtert mich ja nie alleine zu lassen. Ich zuckte und sah mein Spiegelbild an.“Du machst deinem Verlobten echt viel Kummer Fabienne.“ sagte ich zu mir selbst und machte meine Morgentoilette. Dann lief ich nach unten. Stufen können echt nervig sein wenn man fast die Füsse nicht mehr sehen konnte! Sam blieb die ganze Zeit an meiner Seite und sah immer wedelnd zu mir hoch. Als ich ins Esszimmer kam war der Tisch schon gedeckt. Ich seufzte und setze mich hin. Auf meinem Teller war ein Zettel. „Ich bin Stall Schatz. Geniess dein Frühstück und ich komme um 10 zurück. Pass gut auf dich auf. Kuss.“ Wieder musste ich seufzen. Das war Typisch Dean. Lächelnd blickte ich auf den Esstisch und fing an zu essen. Anschliessend machte ich mich bereit und kurz vor 10 hörte ich Dean die Treppe raufrennen. „Kleines? Wo steckst du?“ „Im Schlafzimmer!“ rief ich nach unten und blickte in meinen Schrank. Plötzlich wurde von hinten umarmt. „Na wie geht es dir meine Schöne?“ flüsterte er mir ins Ohr und küsste mich sanft aufs Haar. „Geht so aber ich habe nichts anzuziehen.“ Jammerte ich und ich sah wie er die Augen verdrehte. Schnell sah er in den Schrank und nahm ein Oberteil raus. „Zieh das an. Du hast einen ganzen Schrank voll Umstandskleider du musst sie einfach mal anziehen.“ Ich nickte und zog das Oberteil über. „Ich hasse diese Dinger.“ Sagte ich leise und sah ihn an. „Ich lieb dich trotzdem!“ Liebevoll zog ich ihn zu mir und küsste ihn. „Komm wir müssen los deine Ärztin wartet.“ Sagte er und lief mit mir nach draussen und ins Auto.
„Schatz warum bist du so aufgeregt? Du warst schon ein paar Mal bei ihr.“ Wir waren im Wartezimmer der Gynäkologin und warteten darauf aufgerufen zu werden. Ich lehnte mich an meinen Verlobten. „Ich weiss nicht. Ich habe irgendwie einfach Angst und so ein komisches Gefühl.“ Sagte ich und sah zu ihm hoch. Etwas nervös sah er mich an. „Verheimlichst du mir etwas meine kleine?“ Ich schüttelte den Kopf. „Nein aber es ist viel passiert und so...“ wich ich ihm aus und er drückte mich liebevoll an sich.“Das wird schon!“ Ich lächelte ihn an und bald wurden wir aufgerufen.
„Achtung jetzt wird es etwas kalt!“ sagte meine Ärztin wie immer als sie das Gel auftrug. Ich zuckte etwas zusammen und entspannte mich. Dean stand neben mir und hielt meine Hand. „Heute liegt das Kind sehr schön. Hier sehen Sie den Kopf und hier die Hände!“ ich musste lächeln als ich mein kleines sah. „Soweit sieht alles gut aus.“ Sagte sie und liess das Ultraschalgerät weiter über meinen Bauch wandern. „Siehst du kleines es ist alles okay. „flüsterte Dean mir zu und ich nickte. Doch da verzog die Ärztin etwas das Gesicht. „Ist etwas los? Dem kleinen geht es doch gut oder?“ fragte Dean sofort besorgt. Die Ärztin hörte mit der Untersuchung auf und fuhr mit einem Tuch über den Bauch. „Ja eigentlich schon.. Aber wir warten noch kurz Ihre Blutwerte ab und dann rede ich mit Ihnen nochmals ok?“ Etwas verunsichert sah ich die Ärztin und nickte. Sie verliess das Zimmer und ich zog mich an. „Dean ich habe Angst!“ sagte ich zu meinem Verlobten und er drückte mich an sich. „Mach dir keine Gedanken kleines bitte!“ Etwas ängstlich blickte ich zu ihm hoch und folgten dann der Ärztin in ihr Büro. Sie sah uns an. „Also. Frau Troxler, Herr Cena, ihrem Kind geht es soweit gut. Aber die Blutwerte gefallen mir nicht.“ Die Worte liessen etwas in mir kalt werden. „Was meinen Sie damit‘“ fragte Dean die Ärztin. Sie sah mich an. „Sie haben in Ihrer Schwangerschaft sehr viele Stressmomente gehabt.“ sagte sie zu uns und mir fielen alle Sachen auf. Die Geschichte mit Aylien und Sase, meine Pferde, Pandora..“ Es ist wichtig Sie müssen unbedingt kürzer treten! Die Werte sind schlecht und wenn Sie sich nicht schonen gefährden Sie Ihre Schwangerschaft.“ Ich erstarrte. „Was meinen Sie genau?“ fragte Dean wieder. „Keine Büroarbeit. Kein Stress und vor allem dürfen Sie nicht mehr reiten! Das ist sehr wichtig. Ich bitte Sie Frau Troxler schonen Sie sich! Ihr Kind kommt in ein eineinhalb Monaten aber sie gefährden das Wohl des Kindes!!“ Ich blickte sie an. „Ich will Ihnen keine Angst machen aber bitte hören Sie auf meine Worte. Spaziergänge mit ihrem Hund sind okay oder Spaziergänge mit einem wirklich braven und ruhigen Pferd aber nicht mehr! Auch nichts Schweres heben usw.“ Ich nickte. „Wenn Sie das einhalten werden sich die Werte auch wieder normalisieren keine Sorge!“ Sie lächelte mich aufmunternd an. Nach einigen Fragen verabschiedeten wir uns und liefen ins Auto.
„Wie geht es dir kleine‘“ fragte mich Dean als wir im Auto sassen. Ich blickte aus dem Fenster. „Fabienne?“ sagte Dean leise. Ich sah ihn an. „D musst nicht die Starke spielen mein Engel. Wir packen das. Es wird alles gut.“ Sagte er zu mir und nahm mich in den Arm. „Wir beide schaffen das ok. Hab keine Angst.“ Ich schmiegte mich mehr an seine Brust. „Ich hab solche Angst Dean. Was ist wenn ich das Kleine verliere? Oder bei der Geburt was schief geht? Ich würde mir das nie verzeihen.“ Er küsste mich sanft aus Haar. „Keine Sorge ich kümmere mich darum es wird alles gut.“ Ich sah zu ihm hoch. „Versprochen?“ er nickte. „Versprochen! Und jetzt besuchen wir Chardonnay ok?“ Ich musste lachen und er fuhr los zum Ausbildungsstall Wittingen.
Auf dem Hof war nicht sehr viel los und wir fanden bei den Ställen einen Pfleger. „Guten Tag mein Name ist Fabienne Troxler und ich habe meinen Hengst Chardonnay hier in Ausbildung. Können Sie mir sagen wo er steht?“ Er sah mich an. „Er wird gerade von Herr Illing geritten. Die dritte Halle!“ „Danke!“ sagte Dean und gemeinsam liefen wir zur Halle. Dort sah ich meinen Hengst der in der Halle von einem älteren Mann geritten wurde. Er zeigte raumhafte Gänge. „Wow ist das mein Pferd?“ flüsterte ich Dean zu. Der nickte nur und gemeinsam beobachteten wir mein Pferd. Nach 15 Minuten ritt der Mann meinen Hengst trocken. Dann lief er auf uns zu. „Guten Tag Frau Troxler schön Sie mal wieder zu sehen!“ begrüsste der Mann mich und streckte mir die Hand hin. „Meinerseits!“ sagte ich lächelnd und begrüsste sofort meinen Hengst der ganz ungeduldig zappelte. „Hey mein junge geht es dir gut? Na du siehst aber super aus!“ flüsterte ich meinem Jungen zu und führte ihn etwas in der Halle rum. Dean redete in der Zeit mit Herr Illing dem Trainer. „Dir scheint es richtig gut zu gehen!“ flüsterte ich Chardy zu während wir weitere Runden in der Halle liefen. „Ihr Hengst macht sich sehr gut im Training! Nach anfänglichen Schwierigkeiten arbeitet er gut mit und ist schnell einer der Lieblinge der Pfleger geworden.“ Ich lächelte ihn an und strich Chardy über die Nüstern. „Ja er ist auch ein toller Bursche!“ sagte ich lachend und dann folgten wir dem Trainer und halfen noch dabei meinen Süssen auf die Weide zu bringen. Wir blieben noch recht lange auf dem Hof und begrüssten auch Johann und Nephilim mit einer Karotte. „Sase und Aylien freuen sich sehr wenn ihr wieder zu Hause seid!“ sagten wir zu den Süssen ehe wir wieder gingen.
Zu Hause sassen Dean und ich noch lange auf meinem Balkon. Er hatte mich einfach im Arm und versuchte mich zu beruhigen. „Wir schaffen das kleines! Du hast Jordyn und Marten gehört! Sie werden uns unterstützen und die Midis bestimmt auch. Und es sind ja nur eineinhalb Monate wo du dich jetzt einfach hinlegst und gar nichts tust. Wir gehen viel mit den Pferden spazieren und mit Rookie und Sam. Dir wird es nicht langweilig werden. Dafür sorge ich persönlich!“ Liebevoll küsste er mich und anschliessen betrachteten wir den Sonnenuntergang und malten uns die Zukunft mit unserem Kind aus….
