Als alle Pferde entweder in der Führmaschine oder auf der Weide waren lief ich zur Crystals Box. „Hey meine Schöne! Na wie geht es uns?“ fragte ich sie liebevoll und fuhr ihr über die samtigen Nüstern. Liebevoll blies sie mir in die Hand und machte artig einen Schritt zur Seite als ich ihre Box betrat. „Braves Mädchen!“ lobte ich sie und gab ihr ein Stück Apfel. Genüsslich zermalmte sie es und liess sich dann von mir aufhalftern. Vorsichtig führte ich die Schimmelstute nach draussen und band sie beim Putzplatz an. Dann machte ich mich daran ihr die Decke abzunehmen. „Weißt du daher finde ich den Winter gut. Ich decke dich ein und du kannst dich nicht soo schmutzig machen!“ sagte ich mit einem lächeln zu ihr und versorgte anschliessend die Decke und holte den Putzkasten. Als ich wieder beim Putzplatz war wurde ich von Victorias Schnauben begrüsst. „Hey meine Schöne!“ begrüsste ich meine Stute und kraulte sie zärtlich. Vicky schloss die Augen und brummelte leise vor sich hin. „Mich könntest du auch mal wieder so kraulen!“ hörte ich auf einmal Deans Stimme hinter mir und Vicky sah ihn gleich etwas eingeschnappt an. „Das hat sie nicht gerne wenn ich mich mit ihr beschäftige!“ sagte ich mit einem Lachen und liess mich von ihm umarmen. Er lachte leise und näherte sich Crystal vorsichtig die ihn, wie immer, skeptisch beäugte. Doch langsam wurde sie mutiger und streckte zögerlich ihre Nüstern entgegen und schnappte sich mit sanften Lippen das Leckerli auf seiner Hand. „Na also geht doch!“ sagte ich und strich ihr lobend über den Hals. Bald darauf machten wir uns ans Werk und putzen die Stuten gründlich. Dean übernahm wie immer die Hufe und den Bauch, während ich dafür die Mähnen der Stuten bürstete. „Legen wir den beiden Gamaschen an?“ fragte mich Dean als ich gerade mit Victorias Mähne fertig war. Ich überlegte und sah ihn dann an. „Jaa wäre wohl besser. Und am besten noch eine Decke Es ist echt kalt heute!“ Dean nickte und versorgte die Putzboxen während ich die Decken holte. Als ich zurückkam legte mein Verlobter den Stuten gerade die Gamaschen an und ich deckte Victoria ein. Anschliessend wechselten wir die Pferde und ich klinkte einen längeren Strick bei Crystal ein. „So startklar?“ fragte ich meinen Verlobten. Der schüttelte den Kopf und verschwand nochmals kurz im haus. Bald kam er zurück und hielt mir eine dicke Jacke hin. „Es ist echt kalt heute. Ich will nicht das ihr beide euch erkältet.“ Ich seufzte und streifte mir die Jacke ohne murren über. Kurz darauf banden wir die Stuten los und machten uns auf den Weg.
„Ruhig Crystal! Es ist alles gut!“ beruhigte ich meine Stute als wir den kurzen Weg an der Strasse entlang liefen. Die Schimmelstute warf ein bisschen den Kopf und tänzelte herum. Meine Hand ruhte auf ihrer Schulter und langsam wurde sie ruhiger. Victoria lief seelenruhig neben Dean her und war vollkommen entspannt. „Seit Shinig Victory ist sie wie ausgewechselt. Fast nicht mehr zickig und die Ruhe selbst!“ kommentierte ich Victorias Verhalten. Mein verlobter nickte und klopfte der Stute den Hals. „Geht es kleine? Bald sind wir von der Strasse runter, dann wir sie bestimmt ruhiger werden!“ sagte Dean zu mir. Ich nickte. „Ja es geht. Sie zieht nicht oder so, sie ist einfach nur nervös.“ In den nächsten Minuten konzentrierte ich mich voll und ganz auf meine Stute und war sehr erleichtert als wir endlich den Waldweg erreichten. „Machen wir kurz Rast?“ fragte ich Dean. Er sah mich gleich besorgt an. „Alles okay bei dir?“ Ich nickte und lächelte. „Ja aber mit dem Riesen bauch ist es echt anstrengend.“ Er lächelte beruhigt und wir liessen die Stuten ein wenig grasen. Snow war jetzt wesentlich ruhiger und brummelte Vicky leise an. Nach 5 Minuten liefen wir weiter in Richtung des Sees. „Du sag mal.. Findest du es nicht gut das Jordyn Buddy reitet? Du warst vorhin so Naja abwesend und klangst nicht so begeistert.“ Fragte mich Dean nach einer Weile. Ich seufzte. „Nein ich habe nichts dagegen. Es ist nur so. Ich würde gerne wissen wenn ihr einen Reitertausch bei meinen Pferden macht. Buddy ist sensibel und eigentlich hört er praktisch eh nur noch auf mich. Aber du bist mit ihm gut klar gekommen und daher hätte ich es besser gefunden wenn du in weiterleitest.“ Er nickte verständnisvoll. „Ein weiterer Punkt ist Demonia. Du weißt wie sie Männern gegenüber ist. Sie ist noch skeptischer als Crystal. Aber sie akzeptiert Jordyn, wenn sie einfach feinfühlig mit ihr ist und sie ein wenig anders reitet als die anderen Pferde im Training. (nicht falsch verstehen Grosse xD). Daher würde ich es besser finden wenn du Buddy trainierst und sie Demonia. Da wäre ich ein wenig beruhigter!“ Er nickte und ich beruhigte meine Stute, die gerade vor einem raschelnden Blatt scheute. „Ganz ruhig kleines.. Das Ding tut dir nichts.“ Redete ich behutsam auf sie ein und lobte sie als sie tapfer weiterging. „Du hast eigentlich extrem sensible Pferde weißt du das?“ sagte Dean neckisch zu mir. Ich sah ihn an. „Du hättest meine ersten Pferde sehen Sollen. Die hiessen Rodeo und Mambo. Mambo war nur auf mich fixiert. Niemand kam an ihn ran. Er war ein Andalusier Hengst. Und Rodeo war ein Oldenburger. Er war eigentlich lieb zu jedem und liess sic auch von jedem reiten. Aber auf Turnieren brauchte er eine Fixe Person. Nur dann zeigte er seine absolute Bestleistung.“ Ich seufzte als ich an die beiden dachte. „Was ist mit den Süssen passiert?“ fragte er mich nach einer Weile. „Naja Rodeo musste ich verkaufen. Er wurde kurze Zeit im Distanzritt eingesetzt und nachher wieder verkauft. Ich habe den Rappen nie wieder gesehen… Und Mambo…“ Tränen kamen mir hoch als ich an Mambo dachte. „Mambo wurde gestohlen…“ Sofort drückte mich Dean an sich. „Eines Morgens stand er nicht mehr auf der Weide. Ich habe 3 Jahre nach ihm gesucht aber nie mehr gefunden. Er war ein wunderschöner Apfelschimmel. Ähnlich wie Miris Obelix. Aber jeder versuch war umsonst… Nach 3 Jahren hatte ich einen Anruf bekommen das Mambo gesehen wurde. Ich reiste sofort dahin aber es war zu spät…“ Weiter konnte ich nicht mehr reden. Dean schien zu spüren was passiert war. „Das tut mir leid kleines.“ Ich nickte. „Jaa mir auch.. Er war mein Bester Freund.“ Auf einmal wieherte Crystal laut. „Hey Süsse was ist denn?“ fragte ich meine Stute und blickte nach vorne. Crystals Nüstern blähten sich und sie tänzelte wie wild. Da ertönte ein Wiehern. Crystal stieg und mir glitt der Strick aus der Hand da ich darauf nicht vorbereitet war. „DEAN! HILF MIR!“ rief ich meinen Verlobten noch zu doch da galoppierte Crystal schon los. „Fabi bist du verletzt?“ fragte mich Dean besorgt, der alle Hände voll zu tun hatte Vicky zu halten. „Nein alles okay. Schnell reite ihr nach!! Bitte!!!“rief ich ihm zu. Er wollte nicht gehen doch als er mich sah schwang er sich auf Vickys Rücken und galoppierte meiner Stute nach…
Ich setze mich völlig verstört auf einen Stein. „Komm schon Dean! Melde dich!“ dachte ich immer und immer wieder. Und endlich nach 30 Minuten klingelte mein handy. „Dean?? Hast du sie gefunden?“ fragte ich sofort. „Beruhig dich kleines! Ich habe sie! Es dauetr aber eine Weile bis ich bei dir bin. Ich habe Marten angerufen. Er holt dich jetzt dann gleich mit dem Auto ab. Ich bin schneller beim Stall wenn ich nicht zu dir zurückreite. Hab keine Angst. Ihr geht es gut. Marten wird in ca. 5 Minuten bei dir sein.“ Erleichtert atmete ich durch. „Gott Sei Dank!“ sagte ich nur und seufzte tief. „Du bist auch in Ordnung?“ fragte ich Dean. „Ja kein Problem wir sehen uns beim Stall.“ „Jaa okay.“ Erleichtert hängte ich auf und kam langsam wieder auf die Beine. Der Wald kam mir auf einmal bedrohlich vor… Aber ich hatte keien Ahnung warum. Da knackte es und mit einem Schrei fuhr ich herum. „Fabi ganz ruhig ich bin es nur!“ sagte Marten erschreckt und hob die Hände nach oben. Ich atmete schnell aus und sah ihn an. „Tut mir leid.. keine Ahnung was los ist mit mir..“ Entschuldigte ich mich und lief auf ihn zu. Er nahm mich in den Arm. „Kein Problem. Deine Instinkte sind einfach nur schärfer das ist alles.“ Ich nickte und er half mir dabei ins Auto zu steigen. „Was ist genau passiert?“ fragte ich ihn sofort. „Naja Dean hat gesagt das ein Hengst schuld daran sein muss Er ist deiner Stute bis zu der Weide der Johnsons gefolgt.“ Ich überlegte. „Die sind mehr als 4 Kilometer weit entfernt.“ Er nickte. „Sogar noch etwas merh. Auf jedenfalls war Crystal ganz aufgeregt die Weide hoch und runter getrabt und auf der Innenseite des Zaunes hat ein Hengst ihre Bewegungen nach gemacht. Sie muss wohl rossig sein…“ Ich sah ihn an. „Meinst du er hat sie gedeckt??“ Er sah mich an. „Ich denke nicht. So wie ich Dean verstanden habe war er auf der Weide und sie ausserhalb der Weide…“ Er verstummte und ich hing meinen Gednaken nach. Kurze Zeit später waren wir auf dem Hof.
Nach 15 Minuten kam dann auch Dean mit Vicky und Crystal auf den Hof. „Dean! Gott sei dank!“ Begrüsste ich ihn und streichelte meien Stuten. Er stieg ab und nahm mich fest in den Arm. „Alles klar bei dir?“ fragte er mich und nich nickte. „Dean hat der Hengst sie gedeckt??“ kam ich sofort zur Sache als wir die beiden Stuten versorgt hatten. Er sah mich an. „Es kann sein. Das Gatter war offen und Crystal war auf der Weide. Ich weiss auch nicht wie lange sie beim Hengst war.. Ich musste recht lange nach ihr suchen.“ Ich zitterte. „Verdammt. Ich wusste nicht das sie rossig ist..“ sagte ich leise. Er drückte mich fest an sich. „Jetzt warte doch mal ab ok! Ich denke nicht das etwas passiert ist… Und glaub mir auch wenn, dann werden wir uns über Crystals Schäferstündchen eben freuen. Du weißt dass die Johnsons nur gute und gesunde Pferde haben.“ Ich nickte und stimmte ihm zu. „Und jetzt solltest du ins Bett! Es war ein wenig zu viel heute!“ Ich nickte und lief willig mit ihm ins Haus. „Marten trainiert jetzt noch Bandito und Jordyn wird sich um Demonia kümmern. Ich bleibe bei dir bist du schläfst und dann kümmere ich mich um Buddy.“ Sagte Dean als ich im Bett lag. Ich schüttelte den Kopf. „Nein kümmere dich jetzt um ihn… Ich mag nicht schlafen ich ruhe mich einfach ein bisschen aus.“ Er nickte und küsste mich auf die Strin. „falls du was brauchst, sag Bescheid!“ Ich nickte und sah ihm lange nach. Doch die Erschöpfung war doch stärker und langsam sank ich in den Schlaf. Doch die ganze Zeit konnte ich nur an Crystals Schäferstündchen denken..-. Was würde da noch auf uns zu kommen?
das tat gut.. Aber jetzt tun mir die Finger weh
