Alexis presste erneut und nach einer Weile konnten wir schon was sehen. Die Geburt an sich ging super schnell. In nullkommanix war das Fohlen draußen und Alexis stand auf. Ich war etwas überrascht, dass es so schnell ging. Beim ersten Mal ist das ja immer so eine Sache. Bei vielen Stuten ist der Geburtskanal so eng, dass sie Stunden brauchen, bis das Fohlen draußen ist, aber Alexis brauchte nur Minuten. Überglücklich streichelte ich meine Stute und lobte sie. Dann zog ich mich zurück. Alexis ging zu ihrem Fohlen und beschnupperte das dunkle Knäuel ausgiebig. Das Fohlen lag schon relativ aufrecht und nach einigen Schleckern schien es auch wirklich "angekommen" zu sein. Es versuchte aufzustehen. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Marten drückte meine Hand und lächelte mich aufmunternd an. "Siehst du, alles gut!" sagte er. Ich nickte. Alles schien reibungslos zu laufen und ich war total erleichtert. Ich hatte wirklich etwas Angst um Alexis und natürlich um das Fohlen! Aber als ich sah, wie das kleine süße Würmchen sich mit dem Aufstehen auseinandersetzte kamen wir Freudentränen. Marten drückte mich an sich und ich schaute nur noch mit einem Auge zu dem neuen Erdenbürger. Nach gut einer Stunde stand das kleine Ding dann, wenn auch noch wackelig und konzentrierte sich scheinvar akriebisch auf das Halten seines Gleichgewichts. Marten und ich setzten uns entspannt hin und schauten dem Treiben zu. Nach einer weiteren Stunde hatte das Kleine die Zapfsäule gefunden und trank erstmal einen kräftigen Schluck von meiner frischgebackenen Mama-Stute. Ich nahm das Schnapsglas, das ich bei mir hatte und füllte Desinfektinslösung hinein. Ruhig ging ich näher an meine Stute und dann zum Fohlen. Ich streichelte es etwas und beugte mich etwas, um an den Nabel zu kommen. Nun nahm ich das Glas und stülpte es über den Nabel, so dass der Rand des Glases am Bauch des Kleinen war. Schließlich musste der nabel desinfiziert werden, um Infektionen zu vermeiden. Zufrieden ging ich wieder hinaus. Marten hatte in der Zwischenzeit den Tierarzt gerufen. Nur um sicher zu gehen. Ich wollte schließlcih nicht, dass den Beiden etwas fehlte. Während wir warteten, setzten Marten und cih uns wieder vor die Abfohlbox. "Es ist eine Stute!", sagte ich glücklich. "Toll, du solltest Fabi bescheid sagen!" Ich kramte nach meinem Handy und schrieb eine SMS. ""Ein neuer Erdenbürger wurde soeben geboren, eine wunderhübsche ganz dunkelbraune Stute! Alles gut, wir warten auf den Tierarzt, aber es ist alles bestens!", schrieb ich und wartete gespannt auf eine Antwort...
du darfst gerne antworten, Fabi!
