An diesem Morgen rissen mich die Beatsteaks aus dem Schlaf. Verschlafen sah ich mich um. Mein Handy klingelte munter weiter und sang immernoch vor sich hin. Benommen nahm ich ab und murmelte ein "hallo" ins Telefon. "Guten Morgen mein Schatz! Hab ich dich etwa geweckt?", fragte mich mein Freund Christoph. Sofort war ich putzmunter. "Ja hab ich aber ist egal. Wie geht es dir? Warum rufst du eigentlich so früh an?", antwortete ich. "Naja es gibt ein paar Probleme mit dem Transporter von meinem Freund. Ich kann wohl doch erst nächste Woche mit bei dir einziehen." "Nicht wirklich oder? Ich bin in dieser großen Wohnung eh schon so allein." Eigentlich sollte mein Freund am MIttwoch bei mir einziehen. Eingentlich. Wieder gab es Probleme. Eigentlich sollte er sofort bei meinem Einzug mit einziehen. Doch dann hatte es Probleme bei ihm an der Arbeit gegeben und sie wollten ihm keinen Tag freigeben. "Ich kann das jetzt auch nicht ändern. Ich ruf dich an ok?", sagte Christoph zu mir. "Na gut...du hast ja Recht. Na dann sehen wir uns erst nächste Woche. Tschüss!" "Ok tschüss mein Schatz", sagte er noch und legte auf. Ich schaute auf die Uhr und sah, dass es um acht war. Ich stand auf und wurde in der Küche freudig von Alena begrüßt. Ich frühstückte mit Rührei und Schinken, während Alena sich mit ihrem normalen Hundefutter abgeben musste. Nach dem Frühstück räumte ich noch schnell das Geschirr in den Geschirrspüler und verschwand im Bad. Erstmal duschen, Zähne putzen, Haare kämen und ein bisschen Wimperntusche. Dann zog ich mir noch schnell Reithose, Stiefel und T-Shirt an und schon saß ich mit Alena im Auto und fuhr nach Pandora.
Dort angekommen, begrüßte ich natürlich erstmal meine Süßen im Stall. Ich wollte heute mal die Militaryfähigkeiten meiner Beiden testen. Als erstes brachte ich Ariadne auf die Weide und holte Napoleon aus der Box. Er war, wie eigentlich immer, kaum schmutzig. Ich putzte ihn schnell und holte dann Sattel, Trense und Gamaschen. Napoleon war heute die Ruhe in Person. Er schlief sogar beim Sattlen fast ein und schien absolut durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Ich stieg auf und ritt zur Military Strecke.
Ich wärmte Napoleon ein bisschen im Schritt und Trab auf und galoppierte dann an. Ich ritt ein paar große Zirkel mit ihm und übte auch ein zwei fliegende Galoppwechsel. Dann steuerte ich auf das erste Hindernis zu. Ein kleiner Baumstamm. Napoleon sprang darüber, schien aber von der ganzen Aktion nicht sehr begeistert. Nach ein paar Hindernissen war klar, dass Napoleon kein großes Interesse an Sprüngen in der Natur fand. Er buckelte sogar zwischen den Sprüngen, was eigentlich gar nicht seine Art war. Der Wassergraben schin ihm jedoch Spaß zu machen, da er munter hindurch galoppierte und seine Ohren ausnahmsweise nicht angelegt hatte. ich sprang zum Abschluss über eine Hecke und beschloss das weiteres Geländetraining mit Napoleon (zumindest am heutigen Tag) keinen Sinn hatte. Wir hatten nur etwa 20 Minuten auf der Military Strecke gewesen und ich beschloss Napoleon mit ein bisschen Dressur zu besänftigen.
Schon nach 5 Minuten Dressur schien er wieder komplett zufrieden mit sich und der Welt und machte vorbildliche Traversalen, Piaffen und Galoppwechsel. Sogar die Galopptraversalen und Galopppirouetten absolvierte er in höchster Konzentration. Dann beschloss es, dass es dann auch genug für den Hübschen war. Ich ritt ihn trocken und brachte ihn wieder zum Putzplatz. Dort putzte ich nocheinmal schnell über sein Fell und kratzte die Hufe nocheinmal aus. ICh widmete ihm auch eine ausgiebige Streicheleinheit. Dann brachte ich Napoleon auf die Weide und sah zu wie er gemütlich davon trabte.
Als nächstes war Ariadne an der Reihe. Ich hoffte nur, dass ich sie mehr fürs Military begeistern konnte. Als ich mich der Weide näherte, kam sie schon fröhlich auf mich zu getrabt. Sie begrüßte mich mit einem schnauben und ich klingte den Führstrick ein und führte sie zum Putzplatz. Dort traf ich Aylien, die gerade ihre Audrey putzte. "Na du willst wohl auch gleich reiten?", fragte ich sie. "ja ein bisschen springen mit Audrey", antwortete sie. Wir unterhielten uns noch ein bisschen, bis sie mit Audrey richtung Springplatz verschwand. Ich war inzwischen auch fertig mit putzen und holte schnell ihr Sattelzeug. Auf der Suche nach den Gamaschen verzweifelte ich abermals. Ich musste unbedingt lernen meinen Spind einigermaßen in ordnung zu halten. Ich war kurz vorm Verzweifeln, als mir einfiel, dass ich sie vorhin schon für Napoleon genommen hatte. Ich ging zum Putzplatz, wo Ariadne schon ungeduldig auf mich wartete, und mir begegneten, wie durch ein Wunder, die Gamaschen. "Da hätte ich auch eher drauf kommen können", sagte ich zu mir selbst und legte sie Ariadne an. Dann saß ich auf und ritt zum Militaryparcours.
Dort gurtete ich nocheinmal nach und Wärmte Ariadne dann auf. sie war richtig konzentriert, schielte aber immermal zu den HIndernissen. Ariadne schien es kaum abwarten zu können. Als ich angaloppierte und den ersten Sprung anvisierte, beschleunigte Ariadne ihren Galopp und lief freudig auf den Zaun zu. Sie machte einen riesigen Satz darüber und preschte auch schon wieder auf die Hecke zu. Ariadne schien in ihrem Element zu sein und galoppierte und sprang was das Zeug hielt. Ihr schien das Ganze unglaublichen Spaß zu machen und sie wuchs über sich hinaus. Man merkte welches Potenzial in ihr schlummerte. Dann sprangen wir ins Wasser und sie schien im ersten Moment verwundeert, keinen festen Boden mehr unter den Hufen zu haben, galoppierte dann aber munter weiter. Nach 30 Minuten war Ariande komplett verschwitzt, zeigte aber noch kein Zeichen von Erschöpfung oder Müdigkeit. Sie flog über jeden Sprung als hätten wir gerade erst angefangen. Doch ich befand, dass es langsam zu warm wurde um noch weiter zu machen. Ich nahm den letzten Sprung und ritt sie trocken. Inzwischen war es richtig schwül geworden.
Ich ritt zum Putzplatz zurück und sattelte sie ab. Als ich gerade den Sattel zurück in meinem Spind verstaut hatte, hörte ich ein lautes Donnern. Sofort rannte ich nach draußen, wo Ariadne den KOpf erschrocken in die Luft geworfen hatte und ängstlich wieherte. Schnell band ich sie los und brachte sie in den Stall. Die anderen Pferde beruhigten sie wieder und ich ging schnell auf die Wiede um Napoleon in den Stall zu bringen. Auch er schien vom kommenden Gewitter nicht begeistert und wartete schon am Gatter auf mich. Ich brachte ihn in den Stall bzw er trabte die ganze Zeit nervös neben mir her.
GErade als ich durchs Stalltor ging, began es sinflutartig zu regnen.
Ich saß im Stall fest, bis es nach etwa 45 Minuten nur noch tröpfelte. In der Zeit hatte ich Napleon und Ariadne die ganze Zeit gestreichelt und auch Alena war mit von der Partie und hatte sich im hintersten Winkel von Napoleons Box verkrochen. Als es endlich aufgehört hatte, deckte ich meine Beiden noch zu und brachte sie wieder auf die Weide. Die Regenwolken hatten sich verzogen und stattdessen strahlte ein blauer Himmel. Die Luft war wunderschön klar und wie gewaschen. Als die beiden wieder auf der Weide waren, machte ich mit ALena noch einen langen Spaziergang durch den Wald.
