Diese Person hier hat sehr einfallsreich geschrieben und es war sehr spannend es zu lesen. Vorallem sollte sie vieleicht mal überlegen ob sie nicht Dichterin werden will
Diese Person hier bekommt also den Hauptpreis: 1 VK - Pferd + Zubehör!!!! Herzlichen Glückwunsch!!!
Es war glaube ich der schönste Tag der ganzen Woche gewesen, nicht zu warm nicht zu kalt. Einfach perfekt. es dämmerte bereits und bis jetzt hatte sich den ganzen Tag noch nichts getan. Ich saß am Küchentisch und stöberte in Autokatalogen herum. Es musste schließlich dringend ein neues Auto her, denn Philipp war in letzter Zeit ständig unterwegs und meinte ich solle mir endlich mein Traumauto kaufen, eher gesagt er würde es kaufen. Ich hieß das nicht so gut, aber er bestand darauf. Ich wollte ja den Porsche 911, aber der war so teuer das es wohl doch eher ein Traum bleiben würde. Es klingelte, das würde dann wohl der Postbote sein. Ich hatte mir vor zwei Wochen einen neuen Bikini bestellt und schon seit Wochen wartete ich genau auf diesen Tag.
Ich nahm die vielen Rechnungen und das Paket entgegen, ich stellte das Paket ins Schlafzimmer und fing an die Briefe zu öffnen. Krankenkasse, Stromrechnung und da war noch einer. Ein rosa Brief, schlicht. Mein Name stand drauf. Ich öffnete es also und begann zu lesen, schon bei der Schrift erkannte ich, dass er von Fabi war. Sie hatte die schönste Schrift aller Zeiten. Je mehr ich las, desto breiter wurde mein Grinsen, sie hatte eine Schnitzeljagd gestartet, ich war begeistert. So was kreatives und ich wusste sofort es würde lustig werden. Ich lächelte und zog einen weiteren, zweiten Zettel aus dem Umschlag.
So Hier ist also die erste Aufgabe: Die Sonne geht dort unter, Rauschen ist zu hören, Wasser dort sich bricht. Auf dem Weg zum Horizont finden sich so manch geheimnisvolle Blume, die am Tag sich verschließen und nachts, den Sternen sich ähnlich sind. Mit Blick in den Himmel, sie leuchten wie die Nacht zu Tage…..
Somit ist das Spiel eröffnet und die Jagd kann beginnen.
Ich musste lachen, nein eher kichern. Es war so toll, dass sich Fabi so große Mühe gab uns zu beschäftigen. Ich räumte also alles zusammen und zog mich um. Da sollte ich mich vielleicht besser gleich ran machen und das Spiel in die Hand nehmen. Ich nahm also mein Fahrrad, denn ohne Auto konnte ich nicht weit kommen. Heute hatte ich beschlossen Luna mit zu nehmen, sie hatte einen guten Riecher und war bei einer Schnitzeljagd nicht ganz nutzlos. Ich steckte die Ohrstöpsel ins Ohr und hörte meine Lieblingsmusik. Aber auch überlegte ich was die erste Aufgabe zu bedeuten hatte. Die Sonne geht im Westen unter, was liegt im Westen? Die Hengstweide, nein Wasser…..Wasser.
,, Wasser, Westen….Rauschen…..ja klar das Meer.", puh der erste Teil war also gelöst. das Meer, knifflige Umschreibung oder ich in einfach nur nicht gut im Rätsel raten. Ich grinste. Auf dem Weg dorthin….okay auf dem Weg zum Strand, Blumen. Oh man es gibt tausende von Blumen. Tulpen, Narzissen, irgendwelche anderen bunten teile. Gut mal überlegen. Also tagsüber sind sie geschlossen, welche Blume ist denn bitte am Tag geschlossen. Leuchten wie die Nacht. Farbe? Wieso konnte da nicht einfach stehen welche Farbe, oh je. Schon jetzt war ich am verzweifeln. Nacht…die Nacht ist schwarz. Fabi hatte es aber auch wirklich in poetischen Worten fassen. Schwarze Blumen sowas gibt’s definitiv nicht, Nacht zu Tage, hä. wenn es Nacht ist, ist es Nacht und Tag eben Tag, wo ist das der Zusammenhang.
Ich ahnte das ich meine Einstellung ändern musste. das hier war was geheimnisvolles, poetisches. An sowas war nichts logisch. Ich musste also interpretieren, sowas konnte ich schon in der Oberstufe nie und jetzt brauchte ich es wohl oder übel doch nochmal.
Nun gut ich war bei der Farbe. Nacht schwarz, Tag blau. Die Nacht zu Tage, also ist es gar nicht Nacht sondern Tag, also die Blume ist nicht schwarz, sondern…jetzt hatte ich es. Sie war blau, blau wie der Himmel bei Tag. Ich hatte das Rätsel gelöst, ob es jetzt richtig oder falsch war würde ich ja später noch erfahren. Ich trat schneller in die Pedale und pfiff Luna neben mich. So weit war es schon gar nicht mehr.
Ich stellte mein Fahrrad ab und ging auch sofort mit Halfter und Leckerli auf die Weide. Heute war Mermaid dran mit reiten, sie war schnell, flexibel und aufmerksam, wenn nicht manchmal etwas zu sehr, aber auf ihr war fast alles möglich. Hinzu kam das ich sie schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr geritten war. Ich lief über die große Weide zu ihr und begrüßte sie mit einem Knuddler.
,, Hallo Süße! Och es tut mir Leid…ich war lange nicht mehr da, gel?", sie schien beleidigt und ich bestach sie mit zwei Leckerlis. Dann folgte sie mir reibungslos und ich führte sie zurück zum Putzplatz, wo ich auch schon anfing sie zu putzen. Sie war kaum dreckig, was verwunderlich war, aber dafür hatte ich mindestens zehn Minuten mit ihrer verfilzten Mähne zu kämpfen. Luna saß brav neben mir und beobachtete mich. Mermaid mochte Luna noch nicht so besonders, immer wenn sie ihr zu nahe kam legte sie die Ohren an und versuchte sie weg zu scheuchen und Luna nahm das als freundliche Geste wahr und versuchte es deshalb immer wieder. Ich könnte die Beiden also nie alleine lassen, es würde Tote geben. Ich lachte und holte den Sattel von Mermaid. Dann machte ich sie fertig, denn schon wurde es dunkel und ich wollte zumindest die erste Aufgabe schon mal erledigen. Wer weiß was der zweite Hinweis war? Ich trabte durch den Wald, es war dunkel und ich hatte Taschenlampen überall am Sattel befestigt, naja wenn diese Bluem blau waren, dann musste ich sie ja schnell zu sehen bekommen. das einzige Problem war, dass es mehrere Wege zum Strand gab, ich wählte den einen über die Hügel und Dünen. "Mit Blick in den Himmel", das sollte ja heißen das sie freie Sicht hatten, oder etwa nicht. ich wurde langsamer und hielt Ausschau. Blaue Blume, ja wie blau, dunkel, hell? Oh je ich ahnte schon das ich hier noch ewig fest sitzen würde.
,, Hast du gehört Luna, ne blaue Blume!", signalisierte ich Luna, die nichts anderes im Kopf hatte als Gras auszureißen und es mir zu bringen.
,, Nein kein Gras, ne Blume!", meinte ich und lachte. Luna rannte vor. ich galoppierte an, immer mit dem Blick nach links du rechts. Vor mir erstreckten sich weite Wiesen, doch nichts. ich fand weder was blaues, noch eine offene Blume. Ich kam dem Meer immer näher und ritt über den Hügel, der Mond war schon aufgegangen und strahlte mit seiner vollen Pracht auf die Erde herab. Vollmond. Ich streichelte Mermaid über den Hals, sie war heute ausgesprochen ruhig, was ich komisch fand. Ich ging über eine Wiese, auf den Hügel. Als ich oben war, klappte mir der Mund runter, ich blickte erstaunt auf ein Meer von blauen Blumen. Sie strahlten wirklich wie die Nacht, wie kleine Familien saßen sie beinander und blickten in die Sterne. Ich lächelte.
,, Wir haben es geschafft!", sagte ich und stieg ab fand an der ersten Blume der ich begegnete einen Zettel. Ich hatte den zweiten Hinweis gefunden und begann zu lesen:
Schon alt, zerbrochen, kurz vorm Sturz. Hoch oben, über Dächern ist das Symbol. Symbol der Pferde, jedes hats, der Aufstieg schwer, doch nah am Platz.
Ich erstarrte, das war alles. Juhu das Rätsel raten ging also weiter. es war schon spät ich pflückte eine Blume und stieg wieder auf. Luna war total fasziniert und spielte mit Glühwürmchen.
,, Na komm, auf geht’s. Wir gehen heim!", rief ich ihr zu und ging dann auf dem schnellsten Weg zurück zum Hof. Dort versorgte ich Mermaid und fuhr nach Hause.
Ich legte mich ins Bett, mit dem Gedanken an den Zettel. Mich würde das wohl noch die ganze Nacht wach halten, aber vielleicht hatte ich ja morgen eine bessere Idee….
Ich wachte am morgen mit einem Blitzgedanken auf. Die Scheune über dem alten Offenstall. Klar, sie war alt, morsch, über dem Dach. Irgendwas war dort oben, aber das einzige Problem war, wie sollte ich dort hoch kommen? Es gab dort keine Leiter, oder sonst irgendwas. Wer weiß was dort oben überhaupt noch war. Nach dem Frühstück fuhr ich sofort zum Hof, heute sollte mir der ganze Tag reichen. Ich ging zum Offenstall. Er war abgelegen und wurde auch schon gar nicht mehr benutzt, aber zum abreisen war er wirklich zu schade. Es war ein altes Gebäude, in den Mauern waren schon Löcher und der Wind pfeifte durch alle Ecken und Kanten. Das Holz knarrte. Aber ich war mir sicher, dass Fabi mich niemals da hoch klettern lassen würde, wenn sie nicht wusste, dass es gefährlich war.
Ich holte erforschte erst mal alles von innen, in der Decke war ein großes Loch und ich konnte den Dachboden sehen. Heute war Aimee dabei, sie schaute nach oben und bellte.
,, Ja genau das muss ich irgendwie hoch kommen.", ich grinste verlegen. Ich checkte jede Ecke einmal ab und fand schließlich Kisten, Holzkisten, wahrscheinlich damals für die Apfelernte, oder sowas Ich stapelte alle aufeinander. Wie eine Pyramide, es sah wacklig aus, aber so tief konnte ich ja nicht fallen. Ich bestieg also die erste Kiste und arbeitet mich hoch.
Immer wieder musste ich mich ausbalancieren und als ich oben war krachte unter mir alle zusammen und ich hievte mich hoch. Okay ich war oben. Aimee bellte laut.
,, Alles okay.", sagte ich und stand auf. Hier oben war es dunkel und es lag sogar noch Heu hier oben, aber was sollte Ich suchen? Wo war der nächste Hinweis? Symbol der Pferde….ein sattel, striegel? Was war ein Gegenstand das jedes Pferd bei sich trug. Mähne? Dann fiel mir unter einigen Strohhäufchen ein Glitzern auf. Durch die Dächer blitzten Sonnenstrahlen und reflektierten irgendwas. Ich schob das Heu bei Seite und fand ein Hufeisen. Ein Goldenes.
,, Natürlich, ein Hufeisen, jedes Pferd hat es. Warum bin ich da nicht gleich drauf gekommen?", ich nahm es in die Hand, auf ihm Stand: Glück im Leben doch auch Glück auf dem Haselpfad ? Das Licht der Mitte zeigt euch den richtigen Weg, zur Höh, Mitte des Lebens….
Wie machte sie das nur, Fabi überraschte mich von Aufgabe zu Aufgabe mehr. Der Haselpfad war eine Military strecke. Ich sollte sie also reiten. Glück, dazu brauchte ich Audrey, denn wir beide hatten mehr Glück als Verstand. Die Aufgaben machten Spaß, du vor allem waren sie abwechslungsreich. Mal musste man etwas suchen, dann mussten Audrey und ich uns im Team zeigen. Ich holte sie von der Weide und sattelte Audrey auch kurz darauf. Aimee folgte mir also, wir trabten über einen engen Feldweg und kamen schließlich auch schon bei der Strecke an. Haselpfad, wer eigentlich diesen Namen erfunden hatte, keine Ahnung ich fand ihn total witzig.
,, So, jetzt werden wir Glück brauchen. Das ist ne Herausforderung für dich.", denn ich wusste, dass der Parcours höher war als Audrey es konnte. Wir mussten wohl über uns hinaus wachsen. Ich trieb sie an und galoppierte auch schon los, über das erste Hindernis. es war anfangs leicht doch die Hecken wurden höher und immer mehr Baumstämme stellten sich uns in den Weg. Audrey schnaufte schwer und Aimee rannte neben uns her, sie war schnell.
,, Los weiter.", ich hatte keine Ahnung wie lange der Pfad noch war, der Wald zog an uns vorbei wie ein Comicfilm, schnell und verschwommen. Audrey sprang, der Wassergraben war geschafft. Dann kam auch schon eine dreifache Kombination, Hecke, Hölzer, Baum…..ich hatte das Gefühl zu fliegen und für einen kurzen Moment taten wir das sogar. Man hätte denken können Audrey wäre ein Profi. Sie hatte einen guten Tag und das Kraftfutter tat ihr wohl sehr gut. Ich trieb sie für den letzten Sprung an und es funktionierte alles wunderbar, wir ritten in die gedachte Ziellinie und ich parierte durch und blieb stehen.
,, Super. das war Klasse! Puh…krass. Was für ein Ritt!", sagte ich erleichtert und lobte sie. Audrey schwitzte und auch Aimee war kaho. Die Strecke endete auf einer Lichtung, vor uns eine offene Wiese ohne Weg und Bäume umringten das Stück Wiese. In der Mitte der Wiese stand eine riesige Eiche. Wow, an diese Platz war ich noch nie gewesen.
,, Siehst du das? Ich glaube das ist es. Das ist der nächste Hinweis." Es war wunderschön, die Sonne erleuchtete den Baum, das man glaubte ein Stück Paradies gefunden zu haben. Ich hatte noch nie sowas schönes gesehen. Aimee rannte wieder los.
,, Halt Aimee Warte!", rief ich doch sie rannte weiter. Ich schaute nochmal hoch und sah einen Bussard über mir fliegen. war das hier ein schlechter Hollywoodfilm, oder doch wirklich die Realität? das es sowas schönes noch auf dieser Welt gab, wo wir doch alles zerstörten, hatte ich nicht geglaubt. ich glaubte nicht an Wunder, oder Schicksal, aber das….das war einzigartig. Durch die Wiese ging eine leichte Brise, es roch nach Freiheit und frischer Natur. Ich galoppierte an und preschte über die Wiese. Krass, dieses Gefühl war, war einfach unbeschreiblich, ich schloss die Augen. wenn das Leben war, warum zerstörten wir dann solch eine Natur. Es müsste viel mehr davon geben. Okay, ich wurde jetzt etwas zu sentimental, aber ich war fest davon überzeugt das, dass hier nichts normales war. Zumindest hatte ich es noch nie gesehen. Ich ritt den Hügel, zur Eiche entlang. Aimee war schon dort und saß neben dem Baum und wartete auf mich. Ich war unter der Krone und schaute mich um, von einem Hinweis nichts zu finden, nur große Wurzeln und Vögel. Aimee bellte.
,, Was denn?", fragte ich sie. Aimee ging zu dem Stamm und sprang dagegen. Sie kläffte laut. Ich folgte ihrem Blick und entdeckte an einem der Äste eine Flasche, das durch ein rotes Band an den dicken Ast befestigt war.
,, Ha ha, das ist jetzt nicht ihr ernst?", stellte ich entsetzt fest, nun gut der Ast war vielleicht drei Meter vom Boden entfernt, aber das reichte trotzdem um mich zu schockieren. Ich stieg ab, fand jedoch keine Möglichkeit da hoch zu kommen. Ich schaute zu Audrey.
,, Ja klar, Audrey ist die Leiter.", hui wie gut ich mittlerweile im raten war. Ich führte sie unter den Ast. Dann stieg ich auf und krallte mich erst einmal am Sattel fest. Oh Gott, schon als ich in der Hocke war drohte ich umzufallen. Voltigieren war nie meine Stärke gewesen, ich hatte das mal als Kind gemacht, aber als ich nach zwei Jahren Übung immer noch keine großen Fortschritte gemacht hatte, gab Ich es auf. Außerdem wurde es langweilig und wenn man selbst merkte das man es einfach nicht konnte verlor man die Lust. Das war wie beim Fußball, wenn man es nicht kann verliert man die Lust, weil andere besser werden wie du. Audrey ging einen Schritt vorwärts.
,, Nein, geh zurück und steh! Ich falle sonst runter.", meckerte ich und sie blieb ruhig. Nach vielen Versuchen stand ich, in Mitte des Sattelblatts und balancierte mich mit meinen Händen aus. Bloß nicht wackeln, nicht wackeln. Ich streckte meine Hand nach dem Ast, er war greifbar, jedoch nicht komplett, ich ging etwas auf die Zehenspitzen und schnitt das Seil der Falsche durch, ich ließ sie runterfallen und in dem Moment als ich wieder runter wollte lief Audrey einen Schritt nach vorne und ich verlor das Gleichgewicht.
,, AHH!", schrie ich und sprang an den Ast. Ich klammerte mich daran fest und hang in der Luft herum.
,, Audrey, verdammt. Komm zurück. Toll jetzt hänge ich hier." Sie ging noch einen Schritt vorwärts und fing an zu grasen.
,, ,, Audrey, das ist nicht dein Ernst?! Hör sofort auf und hol mich hier runter." Ich schaute nach unten, okay es war hoch, aber ich wollte nicht springen. Genervt kramte ich in meiner Tasche herum und suchte nach Leckerlies.
,, Audrey, Leckerli, komm her, na komm…..jetzt komm doch bitte.", langsam verlor ich die Kraft mich fest zu halten. Aber Audrey sah hoch und blickte zu mir, sie schüttelte sich.
,, Wehe du lachst!", meinte ich und versuchte weiter sie anzulocken. Audrey hörte und kam auf mich zu, ich nahm etwas Schwung und plumpste auf den Sattel.
,, Dankeschön, das du sooo toll geholfen hast!", sagte ich genervt und setzte mich hin, steig dann ab und nahm die Flasche hoch. Ich holte den Zettel raus und fing an zu lesen:
Ich habe was gefunden, fern von Heim und Haus, nach Süden blickend, ein Weg, ein Haus. Einst dort lebte ein altes Weib, mit Mann und Kind ganz abgezweigt. Den Platz versteckt. Früher dort hat man viel gespielt, nicht Kinder sondern unsere Liebsten Schätze, noch jung gewesen und jetzt überwuchert von viel Geäste.
Ich steckte den Zettel, samt Flasche in die Satteltasche. Also ich musste nach Süden, wo war Süden. ich schaute auf die Sonne. Okay, sie war jetzt hoch am Himmel, also musste dort Süden sein. Ein Weg mit einem Haus. Toll hier gibt es doch tausende Wege. Eine Familie hat dort gelebt, mhmmm….das konnte doch nur…die alte Hütte auf dem Kreuzkopfweg sein. Ich war noch nie dort, Philipp hatte mir mal davon erzählt von der Legende, das die Eltern dort ihr Kind lebendig begraben haben, um somit Erlösung zu finden. Was natürlich irgendwie schwachsinnig war, aber das mit dem Kind kam nie wirklich ans Licht. Man wusste nicht einmal was sie dort getrieben haben, einer sagte sie hielten dort Fohlen, gestohlen von ihren Müttern, andere meinten sie machten experimente mit Pferden. Ich glaubte einfach das sie ihre Ruhe haben wollten, das Stadtleben war nicht für jeden das Richtige. Außerdem war es doch nicht falsch Pferde zu halten, das musste ich ja am besten wissen. Ich ritt also los und kam auch bald auf dem Weg an, in kurzer Galopp und ich fand den Pfad, der rechts erst durch das Maisfeld verlief und dann zu dem Haus führte, was umringt von dichtem Wald war. Schon als ich den Weg entlang ritt durchbrach ich sozusagen eine gedachte Mauer, die mich in eine Gruselstimmung versetzte. Dann erblickte ich es, ein altes, kleines Häuschen. Aimee bellte, sie fand das alles genau so unheimlich wie ich, aber ich war froh nicht die Einzige zu sein. Es war Überwuchert von Rosen. Rote Rosen. Die Fenster waren kaputt geschlagen und die Wände teilweise mit Graffiti besprayt. Ich stieg ab und ließ Audrey grasen, sie würde so oder so nicht weg rennen, dazu hatte sie viel zu viel Schiss. Ich lief etwas auf dem Grundstück herum, eine kleine Wiese, umzäunt umschloss das Haus, aber was genau sollte ich hier denn suchen? In ging in das Haus hinein, die Möbel darin waren zerstört und fielen schon zusammen. Es stank nach vermodertem Holz und 100 Jahre alte Sachen. Es gab eine Falltür, die wahrscheinlich in den Keller führte und eine Treppe nach oben. Hier unten war noch ein alter Herd und Tisch, ohne Stühle. An der Wand hing ein alter Sattel und Bilder. Bilder von einem Kind, zusammen mit einem Pony. Ein anderes Bild zeigte die komplette Familie mit Pferden an ihrer Seite und wieder ein anderes vier Fohlen, die zusammen auf der Weide standen. Ich lächelte und war so vertieft das ich sogar das Lachen des kleinen Mädchens hören konnte. Nein das waren keine Mörder, es war einfach eine kleine Familie, die sich mit dem zufrieden gab was sie hatten und Pferde über alles liebten. Heut zu tage gab es sowas schon gar nicht mehr, es drehte sich alles nur noch um Internet, Fernseher und man kauft nur noch Pferde um sie zum Sieg zu führen. Sich selbst zu bereichern und solange die Gerte benutzen bis das Pferd schneller wird und in die Ziellinie reitet. Als erster….In einer Schubladen fand ich ein Goldkettchen, darin befand sich ein altes Bild von einem Fohlen. Ich steckte es in meine Tasche und durchwühlte noch ein paar Zeitungsartikel.
,, Mörder im Wald!"
,, Zeugen zeigen uns Fohlenschlachthof."
,, Die böse Hütte und die Eltern schweigen."
,, Wo ist Hannah hin?"
Es waren Schlagzeilen einer alten Zeitung. Ich konnte mir kein Bild darüber machen was hier vor sich ging. Ich wusste nur, oder spürte es eher das diese Familie mehr war als nur friedlich. Nur weil sei anders waren, entstanden solche Gerüchte. Vielleicht redete ich wirklich nur Schwachsinn, aber das was ich bis jetzt gesehen hatte reicht um einen Eindruck zu machen. Dann fiel mir ein weiteres Foto in die Hand. Eine weitere Wiese, dahinter Fohlen und das kleine Mädchen im Vordergrund, ein fettes Grinsen auf dem Gesicht und nach hinten blickend. Das musste hier doch irgendwo sein. Ich beschloss wieder raus zu gehen, das Foto in der Hand. ich suchte am Waldrand danach ab und fand am Ende der Wiese einen weiteren Pfad. Noch enger und kleiner. Dornen versperrten ihn teilweise, aber ich schlug mich hindurch. das alles erinnerte mich an den Film: ,, Der geheime Garten!" Tatsächlich war dahinter eine weiter Wiese und gleich daneben Trümmern eins da gewesener Ställe. Ich stieg über einen Balken. Plötzlich stolperte ich über etwas. Ich fiel ins Gras und schaute hoch. Neben mir lagen Reifen, daran waren Seile und hinter mir Stangen, die jedoch schon in der Erde festgewachsen waren. Ich stand wieder auf und machte mir ein Gesamtbild. Schließich musste ich erstaunt fest stellen das ich mein Ziel gefunden hatte. das hier war ein Spielplatz, kein gewöhnlicher, sondern ein Fohlenspielplatz.
,, Wow, das ist ja…krass." Ich fand auch ein Schild, das links außen an einem Lattenzaun befestigt war, dort fand ich auch einen Zettel. Auf dem Schild stand nicht mehr als ich mir gedacht hatte. Es bestätigte mir nur das ich richtig lag, das hier war eine kleine Fohlenfarm gewesen, wirklich winzig. Aber ich hatte recht gehabt. Jetzt musste ich nur noch den Zettel lesen.
So du hast dein Ziel erreicht, reite zurück zum Hof. Ruh dich aus und mach dir einen wunderschönen Tag, A DIEU!
Wow mal was verständliches. Ich grinste breit und ging zurück zu Audrey und Aimee, die natürlich immer noch da standen wo ich sie zuletzt abgestellt hatte. Aimee saß brav neben Audrey und freute sich als sie mich wieder sah.
,, Super! Also komm einen Sprint zurück und dann haben wir Feierabend.", meinte ich und steig auf. Ich ließ also die Hütte zurück und damit auch ihr Geheimnis. Auf dem breiten Weg angekommen galoppierte ich an und musste nur die ganze Zeit lachen über die total witzige Idee von Fabi und ihrer Schnitzeljagd. Ich kam völlig außer Atem am Hof an. Ich stieg zufrieden ab und sowohl Aimee als auch Audrey stürzten sich sofort auf die Wassertränke direkt neben dem Putzplatz. Das hatte sie sich auch wirklich verdient und der Tag war nicht so ohne gewesen. Ich lobte sie kräftig und Audrey spritzte mich etwas nass.
,, Jetzt gehst aber los he.", lachte ich und als sie fertig war sattelte ich sie ab und stellte Audrey in den Stall zurück. Dort erwartete sie eine warme, frische Box und ein großer Haufen an Kraftfutter. Ich verräumte alles und schaute noch schnell bei Nephilim vorbei, er lag in der Box und döste. Dann verabschiedet ich mich auch von ihm und ging zu meinem Fahrrad zurück. Ich griff in meine Tasche, eigentlich um den Schlüssel zu suchen, jedoch fand ich die Kette. Jetzt wusste ich, ich hatte nicht nur Erfahrung gesammelt, sondern nahm ich auch etwas wertvolles mit mir. Das Geheimnis dieser Hütte und eine schöne Vergangenheit.
Zu Hause empfing mich Philipp. Aimee rannte durch die Haustür und verschwand um die Ecke, sie wollte wohl einfach zu Austin und Luna zurück.
,, Wo warst du denn?", sagte er und küsste mich. Ich lächelte.
,, Ich war reiten, lange…lange reiten.", dabei dachte ich nur an die kleine Familie und im Hintergrund an die Blumen von gestern Nacht.
Na habt ihr herausgefunden wer es geschrieben hat
