Coconut: Hänger Ängste nehmen…Teil 5
Na ja irgendwie freute ich mich heute besonders auf die Arbeit. Ich weiß nicht warum, aber ich war überzeugt davon heute Coconut die Angst vor dem Hänger komplett zu nehmen, schon das letzte Mal hatte er es fast geschafft. Aber würde er immer nur mit Äpfeln in den Hänger gehen , wäre Fabi bald nicht mehr so zufrieden mit mir, weil Co nach einigen Wochen fett werden würde. Oder sogar Blähungen von dem Äpfeln kriegen würde. Ich lachte. Die frische Luft machte meine Nase frei und ich bekam sogar etwas Gänsehaut, jedoch nicht von der Kälte, eher von dem Gefühl, dem Geräusch der Vögel und die Bäume die sich vor mir türmten. Ich war wohl wirklich ein komplettes Naturkind. Ich radelte schneller. Das Bellen von Luan holte mich zurück aus dem Träumen, fast hätte ich die Straße zu Pandora verpasste, sowas dummes. Ich bog schnell rechts ab unter der Unterführung durch und dann war es nicht mehr weit und ich stellte mein Fahrrad auf Pandora ab. Dort holte ich einige Karotten aus der Tüte die ich dabei hatte und begrüßte meine Pferde. Ich lief zu Mermaid.
,, Du bist nachher dran, versprochen.", meinte ich und streichelte ihr über ihre samt weiche Mähne. Dann lief ich zu Co, der lag in seiner Box und war kurz vorm weg pennen.
,, He Co. Na los, aufstehen.", er schaute sich zu mir um und schnaufte angestrengt. Ich ging zu ihm in die Box und sofort stand er auf.
,, Geht doch und das ohne das ich was machen musste." , ich hatte das Gefühl er war gewachsen, aber ich glaube das war Einbildung. Nun gut, ich führte ihn nach draußen und fing an ihn zu putzen. Dunkle Mistflecken zierten sein geflecktes Fell.
,, Da hast du dich aber angestrengt.", lachte ich und kratzte noch seine Hufen aus. Dann war Co auch schon fertig, er sah zwar immer noch ziemlich schmutzig aus, aber ich hatte alles gegeben. Heute musste ich den Hänger selber hinstellen, Fabi war heute morgen ziemlich beschäftigt gewesen, aber hey ich hatte selber einen Kopf. Fabi musste nicht immer alles machen. Also nahm ich die Schlüssel von dem Hänger und öffnete die Bremse. Das Einzige blöd heute war, dass ich kein Auto hatte. Ich krempelte die Ärmel hoch und zog kräftig an dem Hänger, doch er bewegte sich höchsten einen Millimeter vorwärts.
,, Na toll. Komm schon Hänger lein, nur ein paar Meter.", ächzte ich und lehnte mich mit dem gesamten Gewicht gegen ihn.
,, Na komm, beweg dich du dummes Teil.", ich schlug schon Sorgenfalten und sammelte nochmals meine ganze Kraft. Dann rutschte ich aus und in dem Moment bewegte sich der Hänger und rollte los.
,, Oh Gott.", schrie ich und rollte mich zur Seite. Der Hänger rollte ein paar Meter und blieb dann stehen. Ich schaute nach oben, denn für einen Moment hatte ich die Augen geschlossen. Ich blickte an eine Decke. Der Hänger war über mir. ich war wirklich unfähig einen Hänger zu bewegen, aber hey ich hatte es geschafft nur das ich jetzt unter ihm lag. Das Gras war nass und ich mittlerweile meine Hose auch. Ich rollte mich ins Freie und stand auf, klopfte die nasse Erde ab und seufzte. Co schaute um die Ecke und wieherte leise.
,, Wehe, du hättest ja auch helfen können." Jetzt sah ich zwar aus wie ein paniertes Schnitzel, aber ich verlor nicht den Mut das heute alles klappen würde. Der Hänger stand jetzt endlich genau da wo cih ihn haben wollte. Jetzt war Co an der Reihe. Ich band ihn ab und führte ihn nochmal um den Hänger. Es war ein anderer wie letztes Mal. Co war entspannt und nun wagte ich es und lief mit ihm auf die Rampe, sie knarrte etwas, aber das schreckte Co nicht ab, er lief selbstsicher in den Hänger hinein. Als er drinnen stand bekam er jedoch etwas Bammel und wollte rückwärts wieder raus. Also führte ich ihn wieder raus und versuchte das Ganze nochmal von vorn. Erst beim dritten Mal blieb er drinnen stehen und schnupperte in dem Hänger herum. Ich lobte ihn, aber diesmal gab es keine Äpfel sondern ein Leckerli. Aber Hauptsache etwas. Ich band ihn drinnen an und ging raus. Er schaute sich nach mir um, behielt aber die Ruhe und jetzt war das Schließen des Hängers an der Reihe. Wenn das geschafft war, wäre das Problem gemeistert, aber Co würde es mir nicht so leicht machen. Schon als die Rampe halb oben war wurde er unruhig und schlug aus, ich ließ die Rampe gerade noch so los und sie knallte auf den Boden.
,, Okay Co alles gut, HO!", rief ich ihm zu und ging rein. Ich band ihn los und er wollte einfach so schnell wie möglich da raus. Ich beruhigte ihn und versuchte ihn abzulenken. Dann folgte noch ein Versuch. Ich schloss die Rampe und verriegelte alles. Ein Klick hier und da, Co blieb ruhig drin stehen und schnaufte gleichmäßig und ruhig. Ich lobte ihn und nach einigen Minuten, in denen er einfach nur drinnen stand und nichts machte, öffnete ich den Hänger erneut und holte ihn raus.
,, Super gemacht Großer. Das wars, du bist doch nicht so unlernwillig." Ich war zufrieden und dann ging es ab zum Abspritzplatz. Dort spritzte ich ihn ab und nach anstrengendem schrubben waren auch die Mistflecken verschwunden. Ich brachte Co auf die Weide, er rannte über die Koppel, bis er über den Hügel verschwunden war und ich mit Luna zurück lief. Ich verräumte sein Halfter und holte nun Mermaid aus der Bos, jetzt war meine Kleine dran, ich wollte mal ein bisschen meine neuen Westernkenntnisse testen….
