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Der Tag danach...




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Der Tag danach...

Beitragvon Sase » Dienstag 17. Mai 2011, 20:57

Durch das halbheruntergelassene Rollo blitzten einige Sonnenstrahlen. Sie kitzelten mich in meinen Augen, also schlug ich sie auf. Der Morgen endete für mich schnell im Negativen. Ich lag immer noch im Krankenhaus, obwohl immer noch übertrieben war, denn ich war erst seit gestern hier. Ja, so doof wie es auch klingen mag, ich wurde zusammen geschlagen. Jason war bei mir, im Moment tat er einfach so viel für mich. Er lag mit seinem Kopf auf dem Bett und schien zu schlafen. Er war die ganze Nacht bei mir? Mir kamen Tränen vor Freude. Außerdem hielt er meine Hand, wie konnte es nur in dieser Stellung bequem gewesen sein? Langsam kam ein durch dringlicher Schmerz in meinem Kopf zum Vorschein. Ich schluchzte. Jason begann sich zu bewegen. „Schatz?“, sagte ich und schaute zu ihm. Von ihm kam nur ein verschlafenes „Hm“. „Das war sicherlich nicht bequem, oder?“, ich musste grinsen. Er reckte und streckte sich wie ein verschlafener Welpe. „Mein Nacken.“, sagte er und drückte dagegen. Ich lachte. Erst jetzt schien er die Situation zu realisieren. „Oh Schatz. Wie geht es dir?“, fragte er mich, während er näher rückte. „Besser.“, obwohl es nicht stimmte. Ich wollte ihn nicht noch unglücklicher machen. „Ich hatte solche Angst um dich.“, flüsterte er mir ins Ohr und küsste mich anschließend. Ich meinte in seinen Augen Tränen gesehen zu haben. Ja, auch Männer haben einen weichen Kern. Ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter und fühlte mich einfach nur wohl, na gut Zuhause würde ich mich bestimmt wohler fühlen. Ein paar Minuten später kam die Schwester von gestern und brachte uns ein eher dürftiges Frühstück. „Du kannst das gerne essen.“, sagte ich mit einem angewiderten Blick. Ich schnappte mir eine Banane und fing an sie zu essen. Jason aß auch nur ein Salamibrot, der Rest landete wieder auf dem Tablett. Dann kam erneut die Schwester ins Zimmer und nahm ohne Kommentar das Tablett wieder mit, danach betrat der Arzt das Zimmer.
„Guten Morgen, Frau Richter. Wie geht es Ihnen?“, fragte er mich, während er die Monitore neben mir studierte. „Ganz in Ordnung. Besser als gestern.“, er nickte. „Ihre Werte sind auch sehr stabil, das ist eine gute Neuigkeit. Sie bekommen jetzt ihre letzte Dosis Schmerzmittel und dann werden sie entlassen. Lassen Sie sich aber in den nächsten Tagen bei Ihren Hausarzt blicken.“, ich nickte und der Arzt reichte mir die Hand. Wir verabschiedeten uns, auch Jason sagte auf Wiedersehen. Einen Moment später kam die Schwester wieder, welche mir über den Katheter das Schmerzmittel verabreichte. Ich merkte wie die Flüssigkeit meinen Körper durchdrang, ein ekelhaftes Gefühl. Dann entfernte sie den Katheter aus meiner Hand. „Sie dürfen nun nach Hause.“, Jason und ich nickten zur gleichen Zeit. „Bloß weg hier!“, sagte ich und versuchte aufzustehen. Ich torkelte noch etwas, aber ich konnte laufen. Schnell ging ich noch ins Bad, um mich frisch zu machen und mir etwas Ansehnliches anzuziehen. Danach nahm ich meinen Verlobten an die Hand und verschwand aus diesem grässlichen Gebäude.
„Ich bin froh da raus zu seien, Liebling.“, er grinste mich verständnisvoll an und ließ den Motor aufheulen. Während der ganzen Fahrt ließ er seine Hand auf meinem Oberschenkel ruhen. Die Fahrt verlief relativ schweigsam, wir verstanden uns erneut ohne Worte. Nach einer Stunde kamen wir Zuhause an und unsere Nachbarin wartete schon mit Nicci davor. „Hast du sie angerufen?“, er nickte und schaltete den Motor aus. „Nicci!“, Frau Siering konnte sie kaum halten. Schließlich riss sie sich los und rannte zu mir. „Tut mir leid, Frau Siering. Sie kennen sie. Hat sie sich gut benommen?“, ich ließ mich auf ein Gespräch mit ihr ein und auch sie drückte mir ihr Beileid aus. Obwohl ich das genau nicht wollten, Beileid. Schließlich verabschiedeten wir uns und jeder ging wieder getrennte Wege. Im Haus angekommen legte ich mich erst einmal auf die Couch. „Mein Kopf brummt.“, Jason kam mit dem süßesten Lächeln auf mich zu. Er machte mir ein Kissen zurecht und legte schließlich meine Beine darauf. Dann kam er zu mir und nahm mich in den Arm. „Kann ich was für dich tun?“, sagte er, während er mir über den Rücken strich. „Eine Massage?“, sagte ich und grinste ihn breit an. Er verleiherte spielerisch seine Augen, aber tat es dann mir zu liebe. Ich legte mich auf den Bauch und er setzte mich auf meinen Hintern. Er kreiste mit seinen Händen über meine Schultern und knetete sonst jedes Fleckchen auf meinem Rücken durch. „Schatz?“, sagte ich mit gedämpfter Stimme. „Ja?“, antwortete er, während er meinen Rücken küsste. Ich bekam Gänsehaut. „Ich will heute noch nach Pandora.“, ich richtete mich wieder auf. „Schatz, du sollst…!“, ich viel ihm ins Wort. „Putzen und spazieren gehen darf ich, denke daran. Ich würde gerne alle putzen und es wäre lieb, wenn du Shine bewegst. Währenddessen du mit ihm trainierst, übe ich mit Vic. Ein bisschen Bodenarbeit und so.“, er schaute mich skeptisch an. „Übernimm dich nicht, Liebling.“, ich nickte. „Dafür schläfst du aber jetzt, es ist gerade mal um zwölf.“, ich nickte, denn er hatte Recht. Irgendwo war ich immer noch ziemlich angeschlagen. Er nahm mich auf den Arm und trug mich nach oben, wo er mich wieder absetzte. Er legte sich neben mich und beobachtete mich, solange bis ich einschlief…

Fortsetzung folgt...
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Re: Der Tag danach...

Beitragvon Sase » Dienstag 17. Mai 2011, 21:12

Oh, ein neues Gesicht. Herzlich Willkommen. :D
Dankeschön. :)
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Re: Der Tag danach...

Beitragvon Aylien » Dienstag 17. Mai 2011, 21:13

Tolle story freue mcih auf die Fortsetzung.....Gina meldest du dich auch an? :D
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Re: Der Tag danach...

Beitragvon Fabienne » Mittwoch 18. Mai 2011, 11:41

Schöner bericht , wie immer Grosse! Freue mich wie es weitergeht und wehe du überarbeitest dich :)

Und ja Gina bekommt heute noch ihre Seite :) Jordyn wird sie heute verlinken :)
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Re: Der Tag danach...

Beitragvon Sase » Mittwoch 18. Mai 2011, 20:30

...Fortsetzung!

…hinter mir war ein Schatten. Wieso? Ich verspürte den Drang wegzulaufen, aber wieso tat ich es dann nicht? Meine Beine konnten sich kein Zentimeter mehr bewegen. Ich war wie gelähmt. Der Schatten hinter mir kam immer näher. Desto näher mir der Schatten kam, umso größer wurde meine Angst. Ich sah, dass die Gestalt etwas hob. Etwas eine Eisenstange? Ich weiß es nicht, ich sah nichts! Schnell gab ich einen lauten Schrei von mir, aber das half mir auch nicht, denn keiner hörte mich. Die Gestalt hinter mir begann ziemlich gehässig zu lachen. Doch das Lachen kam mir sehr bekannt vor? Auf einmal holte der Schatten aus und…
Schweißgebadet wachte ich auf. Jason war neben mir und beruhigte mich. „Schatz, ruhig. Was ist passiert?“, ich sah die Sorge in seinen Augen. Ich hechelte wie ein Hund, der in der Mittagssonne verharren musste. Mein Herz sprang mir halb aus der Brust. So einen Alptraum hatte ich noch nie! „Schlecht geträumt.“, sagte ich schließlich, während ich wieder zur Ruhe fand. „Was kann so schrecklich sein, dass du die ganze Nachbarschaft zusammen schreist?“, ich schaute ihn mit großen Augen an. Ich hatte auch in Wirklichkeit geschrien? „Ich habe von dem Überfall geträumt, es war so schrecklich. In dem Moment, wo er zu schlagen…“, Jason ließ mich nicht aussprechen. Ich hielt es auch nicht aus, erneut brach ich in Tränen aus. „Ssscht. Alles ist gut, es war nur ein Traum.“, während mir die Tränen über die Wange liefen, versuchte ich auf Jason zu hören. „Es war so schrecklich.“ … „Ich weiß, wir finden diesen Idioten. Ich versprech es dir.“, in diesem Moment glaubte ich ihm und war einfach nur dankbar, dass ich überlebt hatte. „Ich gehe erst einmal duschen.“, Jason ließ mich ungern los, aber er nickte. Ich stand auf und wischte mir die letzten Tränen aus dem Gesicht. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich zwei Stunden geschlafen hatte. Es war kurz nach zwei Uhr. Schließlich sprang ich unter die Dusche und ließ mich vom warmen Wasser berieseln, welches mich beruhigte. Schon nach kurzer Zeit war ich wieder entspannt, doch dann fiel mir dieser blöde Kopfverband auf. Ich riss ihn runter, schließlich wollte ich meine Haare waschen. Nachdem ich mich eine halbe Stunde hab einweichen lassen, stieg ich aus der Dusche. Dann sah ich das erste Mal meine Wunde. Es sah schrecklich aus. Sofort klebte ich ein großes Pflaster darüber, dann machte ich mich fertig. „Schatz?“, rief ich durch das Haus. Wie auf’s Wort stand er vor mir. „Wow.“, sagte ich überrascht. „Fahren wir jetzt nach Pandora, bitte?“, er schaute mich skeptisch an, aber erfüllte mir jedoch diesen Wunsch. Wir schnappten Nicci und stiegen schnell ins Auto ein, dann ging es los…
Dort angekommen stürmte Nicci zu ihrem heißgeliebten See und Jason half mir galant aus dem Wagen. Er nahm mich in den Arm und wir liefen schnurstracks zu den Koppeln. Es war so schön wieder hier zu sein, obwohl der letzte Besuch gar nicht solange her ist. „Nimmst du Peach und Shine?“, Jason nickte und küsste mich auf’s Haar. „Ich nehm‘ Vic, was ist mit Capo?“ … „Ich hatte vorgestern mit ihm trainiert, er kann heute noch etwas Ruhe haben.“, ich nickte und der Rest vom Weg verlief schweigsam. Zuerst kamen wir zu Shine, welcher mir freudig entgegen wieherte. Schnell setzte er sich in Bewegung. „Hallo, mein Großer!“, sagte ich und umarmte ich kräftig. Er schnaubte. Ich gab ihm eine Möhre und dann halfterte Jason ihn auf. Der nächste Weg ging zur Stutenkoppel, wo Peach und Vic auf uns warteten. Auch Peach’s Reaktion war sehr ähnlich und so war sie schnell bei uns. Auch sie bekam eine große Möhre. Vic musste mal wieder den Helden spielen, denn er musste erst einmal fünf Ehrenrunden für mich laufen, aber schließlich kam er. Auch eher bekam eine Möhre, dann halfterte ich ihn auf. Zusammen auf sechzehn Beinen gingen wir zurück zum Hof.
Peach kam vorerst in den Stall, Shine und Vic wurden draußen angebunden. Dann ging auch schon das große Putzen los. Vic ließ sich inzwischen überall berühren, denn ich hatte bei der Erziehung einige von Fabi’s Lektionen eingebaut. Auch beim Putzen stand er relativ still, still im Sinne als junger Hüpfer. Hufe geben klappte zwar, aber nur wie der Herr gerade Lust hatte. Aber diese Aufgabe übernahm heute eh Jason. Wie Männer nun mal so sind, war er vor mir fertig. Shine stand fein säuberlich und in voller Montur auf dem Putzplatz. „Ich spring mit ihm eine Runde, okay?“, ich nickte und küsste meinen Freund zum „Abschied“, eher ein kurzer Abschied. Er stieg auf und verschwand auf dem Springplatz, währenddessen ich mich weiter um Vic kümmerte. Auf einmal fuhr ein Fahrzeug auf den Hof, ein Polizeifahrzeug. Was? Aus dem Auto stiegen zwei starkgebaute Männer aus, welche mir unheimlich erschienen. Aber sie liefen direkt auf mich zu. Ich versuchte sie zu ignorieren. „Saskia Richter?“, sagte der Kleinere von Beiden. „Hm?“ … „Polizei.“, er zeigte mir seine Marke. „Kann ich Ihnen behilflich sein?“, ich legte das Putzzeug zur Seite. Der Größere begann zu sprechen: „In der Tat. Wir ermitteln in Ihrem Fall, im Moment geht der Verdacht auf Mord.“, habe ich richtig gehört? Mich wollte wirklich jemand umbringen. Ich nickte, da ich nicht wusste, was ich sagen sollte. „Sie wurden mit einer Eisenstange niedergeschlagen und diese Tatwaffe lag noch am Tatort. Wir fanden DNA-Spuren, aber die Person ist nicht in unserer Datenbank verzeichnet. Sie müssten uns jetzt noch einmal alles schildern, das was Sie noch wissen.“, der Größere zückte einen Block und schaute mich an. „Naja, wie Sie bestimmt schon wissen, war ich dabei das Sattelzeug einzusammeln. Ich stand mit dem Rücken zur Stallgasse, weil ich mich gerade um die Trense gekümmert habe, die an der Boxentür hing. Auf einmal sah ich hinter mir einen Schatten, ich wusste nicht wer es war. In dem Moment, wo ich nach schauen wollte, verspürte ich einen kräftigen Schlag auf meinen Kopf. Aber mehr weiß ich wirklich nicht!“, der Polizist nickte. „Haben Sie eine Vermutung wer das war?“, natürlich hatte ich eine. „Felix. Felix Neubauer.“, der Mann horchte auf. „Wer ist das?“ … „Er ist mein Ex, welchen ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. In der Beziehung war er krankhaft eifersüchtig, deswegen ging sie in die Brüche. Vor ein paar Wochen tauchte er hier auf und bedrohte mich, genau wie an dem Tag, wo die Auktion stattfand.“, die Polizei schrieb sich alles haarklein auf. „War er früher schon gewalttätig?“, ich schaute verlegen zur Seite. Die Polizisten schienen mich zu verstehen, denn sie verabschiedeten sich. „Vielen Dank für Ihre Hilfe, wir versuchen den Verdächtigen ausfindig zu machen.“ … „Auf Wiedersehen!“. Schon waren sie verschwunden.
„Ach Vic.“, sagte ich und strich über seine Babymähne. Als ich ihn gerade losbinden wollte, kamen Fabi und Jordyn aus dem Haupthaus. „Sase!“, schrien Beide und kamen auf mich zugestürmt. „Jason hat uns alles erzählt!“, sobald sie bei mir waren. Beide nahmen mich in den Armen. „Es tut uns so leid.“, sagten Beide gleichzeitig. „Halb so schlimm. Wie ihr seht, geht es mir ganz gut.“, Beide fingen wieder an zu grinsen. Jason muss ihnen ziemlich viel erzählt haben, denn sie fragten mich gar nicht aus. „Was wollte die Polizei?“, fragte schließlich Fabi. „Naja, sie vermuten Mord. Deswegen ermitteln sie, voll heftig. Das ist wie im Fernsehen.“, Beide machten große Augen, aber beließen es dabei. „Wir haben eine Überraschung für dich.“, sagte Jordyn. Ich wurde hellhörig. „Mach dir mal um deine Pferdchen keine Sorge, wir werden uns um sie kümmern.“, ich grinste sie an. „Danke, ihr seid die Besten!“, ich umarmte sie erneut. „Aber Jason…?“ … „Der weiß Bescheid.“, sagte Fabi und grinste. Wir schafften zusammen Vic zu seiner Mama und dann entführten mich die Beiden in einen wundervollen Mädelsabend…
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Re: Der Tag danach...

Beitragvon Fabienne » Mittwoch 18. Mai 2011, 20:54

Jaaa dieser medelsabend hast du echt gebraucht!! War schön nicht ;)
Kindheit ist nicht von Geburt bis soundsoviel,
und von soundsoviel an Sind Kinder gross und räumen Kindisches weg.
Kindheit ist das Reich,
darin niemand Dir stirbt.
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Re: Der Tag danach...

Beitragvon Sase » Mittwoch 18. Mai 2011, 21:09

Ja, war es, Fabi. :) Ein erneutes Dankeschön an Gina. :)
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