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Freitag, der 13.




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Moderatoren: Fabienne, Jordyn

Freitag, der 13.

Beitragvon Sase » Freitag 13. Mai 2011, 21:30

Das Wetter in den letzten Tagen war unberechenbar! Einerseits war es total heiß anderseits kam immer wieder Wind auf, wenn es nicht sogar regnete. Das nenn‘ ich mal Aprilwetter, dabei haben wir Mai. Unverständlich. Wie das nun mal so ist, ging es mir bei den Wetterumschwüngen nie gut! Ich bekam Kopfschmerzen und mir wurde schwindlig, heute war das nicht anders…
Ich lag im Bett und kugelte mich vor lauter Schmerzen hin und her. Leider half auch das nichts. Es war dunkel, zu dunkel für einen Morgen im Mai. Langsam schlug ich die Augen auf und schaute auf den leeren Platz neben mir. Na super! Ich stand auf, torkelte herum und fiel sofort wieder ins Bett. „Scheiß Wetterumschwung!“, fluchte ich vor mich hin und hielt mir dabei den Kopf. Nach einem Moment versuchte ich es erneut. Ich stand auf und ging zum Fenster, wo ich das Rollo nach oben machte. Oh, Gewitter & Regen. War ja nicht anders zu erwarten! Sobald ein Blitz die Erde traf und der Donner über mich kam, stach es in meinem Kopf. Langsam und mit einer Hand an der Wand abstützend, ging ich hinunter in die Küche. Dort traf ich sowohl auf Jason als auch auf Nicci. „Keine Arbeit?“, sagte ich leise, während ich mich zum Schrank begab. „Ähm, ebenfalls guten Morgen. Nein, ich habe mir frei genommen.“, ich nickte nur, wobei ich wusste, dass er es nicht sah. Ich griff nach einem Glas und füllte es mit Wasser, dann suchte ich Paracetamol. Gefunden. Schnell schmiss ich mir zwei der Tabletten ein und setzte mich an den Tisch. „Wetterumschwung?“, fragte Jason. Ich nickte, schon wieder. Ich sollte diese Kopfbewegung am besten lassen, dabei tut mein Kopf noch mehr weh. „Ich hab übrigens eine Überraschung für dich!“, sagte Jason fröhlich, während er durch die Küche huschte. Was ist es diesmal? Ein Candle-Light-Dinner, Blumen oder Schmuck? Oh man, ich war echt fies. Ich schaute zu ihm auf und versuchte erwartungsvoll zu gucken. „Gehst du heute nach Pandora?“, fragte er und ich schüttelte mit dem Kopf. Aua. Tabletten wirkt endlich! „Nein, Peach wird zur Zeit genug von Caro bewegt und außerdem haben Beide Turniere hinter sich. Gut, da ist ja noch Vic, aber er zählt ja nicht wirklich.“, Jason nickte und begann zu essen. „Wir gehen heute auf eine Auktion, ganz in der Nähe.“, ich versuchte begeistert zu gucken, aber das gelang mir absolut nicht. Wow, das wird ja ein spaßiger Tag. Wir aßen zusammen, wobei er wohl mehr aß, und packten dann unsere Sachen. Nicci kam zur Nachbarin, aber vorher ging ich noch eine Runde mit ihr. Vielleicht tat frische Luft ja gut? Ne, irgendwie nicht. Zuhause angekommen ging es mir immer noch nicht besser. Jason stand bereit am Auto. Ich brachte Nicci schnell weg und stieg ein. „Wie lange fahren wir?“, fragte ich Jason. „Höchstens eine Stunde.“, genug Zeit zum Schlafen. Ich schloss meine Augen und begann zu dösen…
„Schatz, du musst aufwachen!“, sagte Jason ruhig und strich mir meine Haare aus dem Gesicht. Klasse, das Gefühl im Kopf kannte ich doch. Ich hievte mich aus dem Auto und blickte über das Gelände. Also eine normale Auktion war das nicht, hier waren doch nur verwöhnte Snobs? „Sicher, dass wir hier richtig sind?“, fragte ich meinen Verlobten und schauten ihn unzufrieden an. Er nickte nur selbstsicher und packte mich am Arm. Wir kamen in ein riesen Gebäude, welches den Stall darstellen sollte. „Schau‘ dich um, vielleicht gefällt dir ja jemand?“, sagte Jason und schickte mich los. Ich hatte keine Lust darauf zu antworten, denn eigentlich hatte ich im Moment genug Pferde. Naja, schauen kostet ja nichts. Meine Blicke schweiften von einer Box zur nächsten. Dann fiel mein Blick auf ein Pferd, welches mir den Blick erwiderte. „Na wer bist denn du?“, fragte ich das wunderschöne, apfelschimmelfarbene Pferd. Johann hieß er. Er schnaubte ruhig und trat näher an die Gitterstäbe. Ich griff hindurch und streichelte über seine Stirn, er genoss es sichtlich. Dann studierte ich seine Informationstafel. Wallach, Hannoveraner, neun Jahre und zu verkaufen. „Dich will wohl keiner?“, fragte ich den Wallach erneut und streichelte ihn. „Doch!“, hörte ich eine allbekannte Stimme. Felix. Mir fielen wieder mal die Augen aus dem Kopf. „Schön dich wiederzusehen, Süße!“, sagte er mit seiner schmierigen Stimme. „Die Freude ist ganz auf meiner Seite!“, sagte ich ironisch und ohne jeglichen Blickkontakt. Ich widmete mich weiter Johann. „Er wird bald mir gehören, wunderbares Tier, nicht? Er ist super in der Dressur. Rechne dir die Chancen nicht zu hoch aus, ich habe da meine Mittel.“, ich schüttelte nur den Kopf. „Was willst du eigentlich von mir? Rache? Ihm wird es bei dir sicherlich NICHT gut gehen.“, er gab nur ein widerliches „tzzz“ von sich, drehte sich auf dem Absatz und ging davon. Jason kam wieder und nahm mich in den Arm. „Dem zeigen wir es!“, ich nickte nur und war den Tränen nah. Hand in Hand gingen wir zur Auktionshalle, wo alle herumstöckelten und fröhlich Champagner tranken. Wir passten hier wirklich nicht rein. Aber naja, die Pferde waren das Wichtigste und nicht die Snobs. Felix saß uns gegenüber und grinste mir immer wieder zu. Ich hasste ihn so sehr.
Im Ring standen viele schöne Pferde, auch Fohlen. Meist englischgerittene Pferde mit Schwerpunkt in der Dressur. Es wurde sogar ein Vollbruder von Isabell Werths Pferd Satchmo vorgestellt. Jedoch gefiel mir Satchmo immer noch besser. Alle Pferde wurden nach und nach ans Publikum „verteilt“. Geld schien hier keine Rolle zu spielen. Wie viele Flaschen Champagner hier wohl geköpft wurden? Jedenfalls kam Johann in den Ring. Eine junge Dame mit blondem Haar ritt ihn und legte eine sagenhafte Kür hin. Ich war hin und weg, obwohl ich eher die Springerin war. Johann hatte eine bezauberte Ausstrahlung. Der Auktionier erzählte allmögliche Fakten über Johann, über seine Abstammung oder seine Turniererfahrung. Doch dann kam ein Satz, der mich umhaute und das wortwörtlich gemeint. „Leider ist dieser dressurbegabte Wallach schon verkauft.“, ich blickte auf den Platz von Felix. Dort erwartete ich jetzt ein spöttisches Grinsen. Hatte er jemanden bestochen? Das würde ich ihm durchaus zutrauen! Aber nein? Er saß da und machte genauso ein langes Gesicht wie ich. ER schaute MICH wütend an, aber wieso? Durch die Menge ging ein „Oh“ und alle suchten den Käufer von Johann. Dann schaute ich Jason an. Er saß froh und munter da und grinste wie ein Honigkuchenpferd. Schließlich machte er eine Kopfbewegung zum Lautsprecher. „Die neue Besitzerin ist Saskia Richter!“, meine Kinnlade fiel runter. „Hast du…?“, fragte ich ihn mit zitternder Stimme. Er nickte und schaute gerissen zu Felix. Dieser sah total wütend aus. „Ich liebe dich!“, sagte ich zu Jason und fiel ihm um den Hals. Ich küsste ihn leidenschaftlich und spürte den eifersüchtigen Blick von Felix in meinem Nacken. „Komm, lass uns nach Hause fahren.“, ich nickte und nahm seine Hand. Die Kopfschmerzen waren wie weggeblasen.
Wir gingen wieder in die Stallungen, wo Johann schon in voller Montur bereitstand. „Er ist wunderschön.“, sagte ich und schmiegte mich an Jason. „Du bist wunderschön!“, ich schaute zu ihm hoch und gab ihm erneut einen Kuss. „Haben wir überhaupt einen Hänger mit?“, er nickte und band Johann los und ging nach draußen. Während er meine neue Errungenschaft bzw. seine Errungenschaft verlud, kümmerte ich mich um Johann’s Sattelzeug. Ich packte alles zusammen und kümmerte mich um den Rest. Auf einmal sah ich einen Schatten hinter mir. Jason konnte doch noch nicht zurück sein? Außerdem würde er sich nicht so anschleichen. Ich drehte mich um und merkte einen heftigen Schlag gegen meinen Kopf, dann war alles schwarz, pechschwarz…

Ich hatte gerade so eine Lust. :D Ich bin stolz, dass ich doch noch einen Bericht geschafft habe, obwohl dieser noch nicht zu Ende ist. Also, Fortsetzung folgt...
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Re: Freitag, der 13.

Beitragvon Fabienne » Samstag 14. Mai 2011, 11:36

Toller Bericht und sehr spannend... Oh wenn das dieser Felix war dann... Hat er Probleme ;)
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und von soundsoviel an Sind Kinder gross und räumen Kindisches weg.
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Re: Freitag, der 13.

Beitragvon Sase » Samstag 14. Mai 2011, 21:12

Piep. Piep. Piep. Piep. Piep…
Das hörte sich an wie so ein Gerät im Krankenhaus? Aber ich schaute doch im Moment gar nicht Dr. House, denn es war doch gar nicht Dienstag? Auf einmal spürte ich einen stechenden Schmerz in meinem Kopf. Ich verzog mein Gesicht und merkte erst jetzt, dass ich meine Augen geschlossen hatte. Langsam öffnete ich meine Augen und eine weiße Farbe kam zum Vorschein. Ich merkte wie mir jemand über die Stirn strich, aber es war alles so verschwommen. Die Decke war weiß, die Wände, der Boden…alles war weiß! „Schatz?!“, sagte eine vertraute Stimme. Es war Jason. Langsam konnte ich wieder Konturen erkennen und mein Blick wurde schärfer. Ich schaute zum Fenster und sah dicke Gewitterwolken. Es blitzte. „Wo…wo bin ich?“, sagte ich mit unsicherer Stimme und wollte mich aufrichten, aber das gelang mir nicht. Ich brach schnell wieder zusammen und hielt mir den Kopf. Erst jetzt merkte ich, dass dieser mit einem dicken Verband umwickelt war. „Du bist im Krankenhaus, Liebling.“, antwortete Jason und hielt meine Hand. „Ich habe Durst.“, ich verspürte einen brennenden Schmerz in meiner Kehle. „Sofort!“, sagte Jason und sprang auf. Nach einigen Minuten kam er mit einem Glas Wasser wieder, er half mir. „Danke.“, darauf grinste er nur und streichelte mich weiter. „Was ist passiert?“, gab ich mit etwas mehr Kraft von mir. Dann erzählte mir Jason alles. „Wir waren auf einer Auktion weißt du noch?“, jetzt dämmerte es. Ich nickte, natürlich nicht zu heftig. „Wir hatten Johann gekauft.“, JOHANN! „Wo ist er, wie geht es ihm?“, sagte ich mit einem Unterton von Panik. „Keine Sorge, Schatz. Er steht im Stall auf Pandora, Jordyn und Fabi kümmern sich um ihn.“, ich wurde ruhiger. Jason setzte seine Erzählung fort. „Auf jeden Fall war ich gerade dabei ihn zu verladen. Du wolltest sein Sattelzeug zusammen packen und nach kommen. Ich hatte Johann schon verladen und du warst immer noch nicht aufgetaucht. Also ging ich zurück in den Stall um dich zu suchen und da sah ich dich. Du lagst auf dem Boden und warst bewusstlos. Ich wurde panisch, rannte zu dir, doch du warst nicht da. Schnell habe ich dich in die stabile Seitenlage gelegt, Hilfe gerufen und einen Krankenwagen herbestellt. Dann sah ich eine riesige Wunde an deinem Kopf, sie blutete stark. Ich hatte solche Angst um dich. Nach einigen Minuten kam der Krankenwagen, aber keiner hatte den Vorfall gesehen. Deswegen wird darüber jetzt auch ermittelt. Ich wurde schon befragt, aber der Arzt sagt, dass du noch nicht vernehmungsfähig bist. Ich bin so froh, dass du noch lebst.“, wow! Das waren viele Informationen auf einmal, innerlich brach ich zusammen. Mir wurde wieder schwarz vor den Augen…
„Doc. helfen Sie ihr!“, hörte ich Jasons Stimme sagen. Er hielt immer noch meine Hand. „Keine Sorge, sie hat einen epileptischen Anfall, eine Folge der schweren Gehirnerschütterung und des Schädelhirntraumas.“, hatte ich richtig gehört? „Schwester?“, ich glaube, dass dies der Arzt sagte. „Ja, Doc?“, hörte ich eine zarte Stimme. „Spritzen sie ihr Schmerzmittel.“, dann merkte ich ein Stich in meine Hand. Jetzt konnte ich auch nichts gegen meine Spritzenphobie tun. Nach einiger Zeit war es still um mich und ich kam wieder zu mir. „Jason. Was ist los mit mir?“, er schaute mich nur traurig an. Dann kam erneut der Arzt ins Zimmer. „Wie geht es Ihnen, Frau Richter?“, ich schaute ihn verdutzt an. „Als ob Panzer über meinen Kopf gefahren wären.“, er schaute auch nicht besser. „Sie haben einen enormen Schlag mit einem unbekannten Gegenstand gegen ihre Schläfe bekommen. Sie leiden an einer schweren Gehirnerschütterung, wie an einem Schädelhirntrauma. Außerdem haben sie sich einige Gelenke durch Ihren Sturz geprellt. Wie Ihr rechtes Handgelenk und ihr Steißbein.“, erst jetzt merkte ich an diesen Stellen enorme Schmerzen. „Wann darf ich nach Hause?“, ich wollte hier weg. Ich hasste Krankenhäuser. „Sie bleiben eine Nacht zur Beobachtung, morgen früh werden sie entlassen.“, ich atmete aus. „Da wäre noch was!“, sagte der Doc. Ich schaute ihn erwartungsvoll an. „Sport ist in den nächsten zwei bis drei Wochen strengstens untersagt!“, das gab mir jetzt den Rest. „Kein reiten! Ich weiß wie das ist, ich besitze selber Pferde. Putzen und einen Spaziergang machen erlaube ihn Ihnen, aber lassen Sie es ruhig angehen.“, ich nickte und der Arzt verließ das Zimmer. „Woher weiß er, dass ich…?“, Jason unterbrach mich. „Wir waren auf einer Auktion, vergessen, Schätzchen?“, ich seufzte. „Keine Sorge, ich bewege Peach und Shine für dich. Außerdem haben wir auch noch Caro und genug andere Hofmitglieder, sie greifen dir alle unter die Arme.“, ich nickte, trotzdem verzweifelte ich. Wer hatte mir das angetan und aus welchem Grund? Ich versuchte mich schwerstens an die Stunden davor zu erinnern, aber mir entglitt einfach alles. „Jason ich habe Angst.“, Jason sagte nichts. Er nahm mich in den Arm und beruhigte mich. Ich merkte es, er hatte auch Angst. „Wissen es die Anderen schon?“, sagte ich mit feuchten Augen. „Ja, ich habe Fabi angerufen, ich denke sie hat es Jordyn und den Anderen erzählt.“, ich ließ mich wieder ins Kissen fallen. „Schatz, ruh‘ dich aus und schlaf. Es ist schon um neun, morgen sieht es bestimmt schon ganz anders aus. Ich bleibe auch bei dir.“, ich beugte mich zu ihm und küsste ihn, dann legte ich mich wieder hin. Ich schloss meine Augen und versuchte zu schlafen, dabei streichelte Jason meine Hand, solange bis ich eingeschlafen war…
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Re: Freitag, der 13.

Beitragvon Fabienne » Samstag 14. Mai 2011, 22:05

Toller Bericht wenn auch sehr traurig.... Aber keine Sorge wir werden das klären und wir werden sehr gut auf dich aufpassen!!!
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