Ich blätterte Gedankenverloren in meinem Terminkalender. Das war mein erster Monat in dem ich hier richtig arbeitete und ich hatte schon drei Reitschüler. In einer viertel Stunde würde ich meinen zweiten Schüler Thomas kennenlernen. Er war sehr rücksichtsvoll im Umgang mit Pferden, hatte mit Fabi erzählt.
Ich ging auf den Hof um Thomas zu treffen. Wir hatten uns für 15 Uhr verabredet. Er kam ein paar Minuten zu spät, was mich aber nicht störte.
"Hallo ich bin Thomas und Sie sind Lara?", fragte er.
"Hallo. Ja die bin ich und du kannst mich gerne Duzen. Wr sind ja etwa im selben Alter."
"Ok", sagte Thomas und grinste. "Wen darf ich denn reiten?"
"Tja wir haben nicht ganz so viele Pferde zur verfügung, die im S-Springen ausgebildet sind, aber ich denke Galileo passt perfekt zu dir."
Ich zeigte ihm Galileos Box. Er begrüßte ihn. Dann brachte Thomas ihn zum Putzplatz. Beim Putzen merkte ich , dass die zwei sich gut zu verstehen schienen. Nach dem Putzen zeigte ich Thomas wo Galileos Sattel gelagert wurde und Thomas sattelte und trenste ihn. ich war inzwischen auf der Suche nach Springgamaschen und Hufglocken. Ich schien noch mein restliches Leben mit der Suche nach Gamaschen zu verbringen. Doch bald hatte ich welche gefunden und legte sie Galileo an.
Da heute schönes Wetter war, beschloss ich auf den Springplatz zu gehen. Thomas wärmte Galileo auf und ich baute inzwischen einige einzelne Sprünge auf. ich wollte es in ihrer ersten geminsamen Stunde nicht übertreiben. Die Hindernisse hatten eine Höhe von 1,35 bis 1,40m. Thomas hatte Galileo inzwischen gut aufgewärmt. Er gurtete noch einmal nach und dann begann die Springstunde. "Also nimm als erstes mal bitte den Steilsprung dort", sagte ich und wies auf den 1,35m hohen blau-weißen Sprung. Thomas galoppierte Galileo an. Ich merkte sofort, dass er schon sehr Springerfahren war, denn er gab gute Hilfen und bereitete den HEngst gut auf den Sprung vor. Die beiden flogen Elegant darüber. "Ok das war schon ganz gut. Und jetzt itte den Oxer dort. Er war auch 1,35 hoch, war aber über 1,50 breit. Thomas ritt ihn gut an, ritt aber nicht genau passend, sodass die zwei obersten Stangen fielen. "ich weiß, dass du schon viel gesprungen bist, aber du musst bei S-Springen noch präzieser reiten, als ohnehin schon. Es kommt´hier echt auf Zentimeterarbeit an. VErsuche bei wirklich jedem Sprung den absolut perfekten Absprung zu finden. ich ließ ih nerstmal einen 1,40 hohen steilsprung nehmen. Thomas konzentrierte sich wirklich, Galileo sprang aber dennoch etwas zu spät ab. Die oberste Stange klapperte. "Keine Sorge, mit der Zeit entwickelst du ein besseres Gefühl dafür.", beruhigte ich Thomas, der schon etwas deprimiert aussah. Ich ließ ihn den Sprung nochmal nehmen und diesmal schafften sie den Sprung. THomas war hoch konzentriert und begn stark zu schwitzen. Aber reiten ist eben harte Arbeit. Ich ließ ihn noch zwei kleinenere Oxer springen, die er nach einigen Versuchen auch meisterte. Dann beendete ich die Stunde. "Das reicht für heute, dass nächste mal machen wir weiter."
Thomas ritt Galileo trocken, dann sattelte er ihn ab und brachte ihn auf die Weide, die ich ihm zeigte. Wir machten noch schnell einen neuen Termin aus und verabschiedeten uns dann.
